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oder mit den Samenschalresten bedeckte, in derFalte stets die Samenschale noch führende Sameder Kaffeefrucht.
Gemahlener Kaffee ist leicht an den sehr charak-teristischen Endospermzellen zu erkennen (Fig. 17 und 25),deren eigentümliche Vordickungsleisten selbst an kleinen Stückendeutlich hervortreten. Ebenso klar treten auch die Librosclere-iden der Samenschale hervor (Fig. 20 u. 21). Die sehr zarten(s. oben) Gefäfse des Eaphebündels und seiner Äste (Fig. 21),die man an den Samen des Handels ineist noch findet, sind
im gemahlenen Kaffee sehr selten anzutreffen. Elemente deskleinen Keimlings sind nur selten deutlich. Der geröstete alsobraune Kaffee, wird, bevor man ihn mikroskopisch untersuchtzuvor mit Schultzescher Macerationsflüssigkeit behandelt.
Die Surrogate und Verfälschungen des Kaffee.Cichorie, Feigen, Taraxacum, Buben, Eicheln, Silicpia dulcis,Dattelkerne, Cerealien und Leguminosenfrüchte werden aufbesonderen Tafeln abgehandelt werden. Keines derselbenzeigt die für den Kaffee charakteristischen Librosclereidonund Endospermzellen.
Folia (M'eae.
Kaffeeblätter, Kafl'eethee.
Die Blätter des Kaffeestrauches sind gemahlen und ge-röstet ein Surrogat des Thoes. Sie sind länglich-elliptisch,ganzrandig, in den kurzen Blattstiel verschmälert, länglich-zugespitzt, kahl, relativ dünn, lederartig, bis 25 cm lang. EinHauptnerv durchzieht das Blatt. Die Sekundärnerven setzensich im spitzen Winkel (von etwa 45°) an den Hauptnervenan und anastomosieren in scharfem Bogen mittels eines Tertiär-nerven des nächsthöheren miteinander.
Der Hauptnerv führt ein konzentrisch gebautes Bündel(Fig. 27) mit central gelegenem, strahlig angeordnetem Holz-teil (gth) und peripherisch rings um letzteren herumlaufendemSiebteil, dessen Elemente stark obliteriert sind (sb). Im undam Siebteile liegen zahlreiche Bastzellen (Fig. 27, B). In demstark nach unten hervortretenden Teile liegt ein Kollenchym-streifen (col). Unter der oberen Epidermis (Epo) liegt eine Beiheschmaler Palissaden (p), von denen immer mehrere einerTrichterzelle (T) aufgesetzt sind. An Stelle dieser Trichter-oder Sammelzellen (Angew. Anatomie S. 317) findet man bis-
weilen eine zweite Beihe Palissaden. Besonders in den Trichter-zellen, aber auch sonst im Mesophyll findet sich grobkörnigerKalkoxalat-Kristallsand (Fig. 27, kr), der überhaupt bei denBubiaceen häufig ist. Die an die Palissaden grenzende Zell-schicht enthält auch sonst bei Blättern oft Kalkoxalat (An-gew. Anatomie S. 102). Das Merenchym (mer) ist reich durch-lüftet. Die Epidermis der Blattuntersoite trägt zahlreicheSpaltöffnungen mit grofsem, durch Emporziehen der Kuticular-leiste (Angew. Anatomie S. 433) entstandenem Vorhofe (Fig. 27,st).Die Flächenansicht der Epidermen zeigt, dafs die Epi-dermis der Oberseite polyedrische Zellen mit fast geradenoder doch nur schwach welligen Wänden besitzt und spalt-öffnungsfrei ist (Fig. 28), die Epidermis der Unterseite dagegenZellen mit welligen Wänden zeigt und sehr reichlich mitSpaltöffnungen besetzt ist (Fig. 29), die im längsten Durch-messer 30 — 34 mik, im Querdurchmesser 25 — 27 mikmessen und von zwei Nebenzellen eingeschlossen sind(Fig. 29, st).