54
Zellen (%, Fig. 27 und 28) ist die innere Epidermis breit undkurzwellig, nicht querzcllenartig wie in der benachbarten Partieausgebildet (qu, Fig. 27).
Der Fruchtstiel enthält weitere Spiraltracheen als dieFruchtschale. Seine Epidermis ist mit Spaltöffnungen be-deckt.
Der Fenchel keimt epigä, die Kotyledonen treten über dieErde und ergrünen. Die dicken Reservecellulosewände derEndospcrmzollen worden gelöst, auch das Kalkoxalat löst sich.
Das Pulver.
Bei Präparation in Öl oder absolutem Alkohol, bemerktman zahlreiche, meist noch in den Zellen des Endospormseingeschlossene Aleuronkörner, in denen man, besondersmit Hilfe des Polarisationsmikroskopes, die Kalkoxalatdrusenprächtig auftauchen sieht. Bei Präpäration in Chloralhydrat-lösung treten die Öltröpfchen hervor und nach Macerationmit Schultzeschem Gemisch werden besonders folgende Ele-
mente sichtbar: Die Parenchymzellen der Fruchtschale (ausdem Mesocarp) mit ihren Netzleisten, Elemente der Costal-bündel (bes. die Bastfasern), Fragmente der auch nach Be-handlung mit Schultzeschem Gemisch gelbbraun bleibendenschlauchartigen Sekretbehälterbelege, an denen oft noch dieKammerung deutlich ist, die sehr charakteristische innereEpidermis der Fruchtschale, die farblosen Endospermzellen.Alles dies ist übrigens — bis auf die Sekretbehälterbelege— auch bei Präparation in Öl schon gut wahrnehmbar, wobeidie braun infiltrierten Membranen des Parenchyms aus derUmgebung der Vittae noch besonders deutlich hervortreten undgute Anhaltspunkte geben.
Fragmente des Fruchtstiels und Carpophors sind selten,aber doch fast in jedem Präparat aufzufinden.
Der Unterschied vom Anis liegt in dem Fehlen derHaare, der Breite der „Querzellen" (innere Epidermis derFruchtschale) und dem für den Fenchel sehr charakteristischenLeistenparenchym (Fig. 22 u. 24).
Tafel 14.
Erklärung der Abbildungen.
(Pruct. anisi vulgär.)
Fig. 1. Ganzes Schizocarpium von aufsen.
„ 2. „ „ Längsschnitt.
„ 3. Längsschnitt durch den Fruchtknoten (ab, abortiertesOvulum).
„ 4. Querschnitt durch die Frucht, Lupenbild.
„ 5. Querschnitt durch die Randpartie der Frucht.
,, 5 a. Aleuronkörner des Endosperms.
„ 5 b. Isolierte Kalkoxalatkristalle derselben in Essigsäure.
„ 6. Epidermis der Fruchtschale.
„ 6 a. Stoma der Fruchtschale im Querschnitt.
„ 7. Costabündelelemente, Längsschnitt.
„ 8. Ölgang mit den Querzellen (innere Epidermis der Frucht-schale) , Längsschnitt.
„ 9. Haare der Fruchtschale.
„ 10. Zellen aus der Fruchtschale in der Nähe des Carpo-phors, Längsansicht.
„ 11. Querschnitt der Fruchtschale am Carpophor.
„ 12. Isolierte Vittabelege, oben die Abdrücke der sezer-nierenden Zellen. Kammerung und Gabelung.
„ 13. Auskleidung einer Vitta mit den Netzen des Beleges.
,, 14. Samenschale an der Commissuralfläche bei y (Fig. 4),dort wo die Samenschale mehrschichtig wird, an einerCommissuralvitta ( Vi), qu innere Epidermis der Frucht-schale.
„ 15. Querschnitt durch die Kotyledonen und das umgebendeEndosperm mit der Quellschicht (Qs).
V
.16
■n
17.
11
18.
H
19
11
20
11
21
II
22
17
23
11
24
V
25.
5)
26.
V
27
J)
28
1)
29
r>
30
)i
31
(Fruet. foenieuli.)
Schizocarpium von aufsen gesehen.
Längsschnitt durch ein Mericarp.
Längsschnitt durch den Fruchtknoten, ab wie in Fig. 3.
Querschnitt durch deutschen Fenchel,"
u
Längsansichten.
„ 32,„ 33.„ 34.
„ „ römischen „ \ Lupenbilder.
„ „ Puglieser „ )
Leistenparenchym der Fruchtschale,Epidermis ", „
Eand des Costastranges der „Gefäfsbündelelemente des Costa-stranges,
Ölgang mit den Querzellen (Tan-gentialschnitt),
Gewebe der Fruchtschale am Car-pophor,
Querschnitt durch die Randpartie eines Mericarps.Radialer Längsschnitt durch die Samenschale und innereFruchtschale.Isolierter Vittaboleg.
Zellen des Endosperms mit Zellkernen. (Aleurongelöst.)
Zelle des Endosperms mit Zellkern und Aleuron.Aleuronkörner.Isolierte Kalkoxalatdrusen der Aleuronkörner.