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Grundriß der Pharmakochemie
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Folia Juglandis.

Juglans regia L. Jugiandaceae.Bestandteile 1 ): Ellagsäure (s. S. 527), Gallussäure 2 ) (s. S. 523),a- und ß-Hydrojuglon, Juglon, Inosit, ätherisches Öl 8 ).- a-Hydrojuglon*), C 10 H 8 O 3 , bildet farblose Blättchen vom Schmelz-punkt 168170°. Es ist leicht löslich in Alkohol und in Äther,unlöslich in Chloroform. Beim Destillieren verwandelt es sich inß-Hydrojuglon, das durch alkoholische Salzsäure wieder in die «-Ver-bindung zurückgeführt wird. Es besitzt die Struktur:

OH OH

I I

H(X N/ NjH

HC

\

CH C

,CH

OH

a-Hydrojuglon(Trioxynaphthalin)

Durch Eisenchlorid und durch Bromwasser wird es zu Juglon oxydiert.

ß-Hydrojuglon, C 10 H 8 0 3 , kristallisiert in farblosen Blättchen,welche bei 97° schmelzen. In Alkohol und in Äther ist es schwerlöslich, in Chloroform löst es sich leicht. Es wird durch Eisenchloridblutrot gefärbt und läßt sich nicht zu Juglon oxydieren.

Juglon 5 ), C 10 H 6 0 3 (Nucin, Eegianin), kristallisiert aus Alkohol ingranatroten Nadeln, die sich bei ungefähr 125° schwärzen und bei

J ) Vgl. Dragendorff, Die Heilpflanzen der verschiedenen Völker und Zeiten,Stuttgart 1898, S. 160.

Dieselben Bestandteile sind, auch in den Fruchtschalen enthalten^ es ist nichtausgeschlossen, daß das Hydrojuglon in der Pflanze als Glykosid vorkommt.

2 ) Als Nucitannin ist ein besonderer Gerbstoff bezeichnet worden, derdurch Mineralsäuren in Zucker. Essigsäure und Rotsäure zerlegt werden soll.

') Der Gehalt an ätherischem Ol ist gering, es ist gelbgrün, bei gewöhnlicherTemperatur fest und hat einen angenehm teeartigen Geruch (Schimmel & Cie.,Ber. 1890 II, 49).

*) Die Hydrojuglone sind zur Zeit des Wachstums in allen grünen Teilendes Walnußbaumes enthalten; die Schalen der reifen Nüsse dagegen liefern keinHydrojuglon (Mylius, B. 17 (1884) 2412).

5 ) Vogel und Beischauer, Jahresb. d. Chem. 1856 693; 1858 533. Phipson,Oompt. rend. 69 (1869) 1372; Chem. News 20 (1869) 116; 52 (1885) 39. Beischauer,