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CH 0 q_
HO— q/ \/" \} ----- c/
HC \ / C \ / G ~ ° H HC CO
OH
l-3-3'-4'-Tetraoxyflavonol(Quercetin)
OH
!
H
»C-OH
Fructus Rhamni Persici.
Rhamnus infectoria L. ] ). — Rhamnaceae — Rhamneae.Bestandteile 2 ): Xanthorhamnin, Rhamnetin, Rhamnazin,
Quercitrin (s. S. 482).
Xanthorhamnin*), 034H 42 02o (?), (a-Xanthorhamnin, Rhamnin,Rhamnegin) kristallisiert aus Alkohol in goldgelben Nadeln, welchezwei Moleküle Kristallalkohol enthalten, die bei 120 —130° ent-weichen. Es ist leicht löslich in Alkohol und Wasser, nahezu unlöslichin Äther, Chloroform, Benzol und Schwefelkohlenstoff.
Xanthorhamnin reduziert Silberlösung und Fehlingsche Lösung.Beim längeren Erhitzen der wäßrigen Lösung auf 50 ° geht es inß-Xanthorhamnin über, das sich als schwer löslicher, gelberkristallinischer Niederschlag ausscheidet.
1 ) Als Gelbbeeren werden auch die Früchte anderer Rhamnus-Arten wieRh. tinctoria, Rh. saxatilis, Rh. amygdalina, Rh. oleo'ides zu Färbereizwecken ver-wendet.
2) Kane, Phil. Mag. 23, 3; Journ. f. prakt. Chemie 29 (1843) 481. Gelatly,Chem. Oentralbl. 1858, 477.
3 ) Kane, Journ. f. prakt. Gliom. 29 (1843) 481. Gelatly, Ohem. Central-blatt 1858, 477. Bolley, A. 115 (1860) 54. Schützenberger, Ann. chim.phys. [4] 15 (1868) 118. Liebermann und Hörmann, A. 196 (1879) 307.Ch. und G. Tanret, Bull. soc. chim. [3] 21 (1899) 1065, 1073.
Xanthorhamnin ist in den Früchten verschiedener Rhamnus-Arten nach-gewiesen worden und soll nach Leprince (Oompt. rend. 115 (1892) 474) auch inder Rinde von Rhamnus Purshiana enthalten sein. Nach Untersuchungen vonTschirch und Polacco (Arch. d. Pharm. 238 (1900) 459) enthalten die Früchtevon Rhamnus cathartica kein Xanthorhamnin, dagegen Rhamno citrin (Schmelz-punkt 221—222°), Rhamnolutin, Oi S H 10 O ö (Schmelzpunkt über 260°), Rhamno-chrysin (Schmelzpunkt 225 — 226°), über deren Konstitution nichts bekannt ist,ferner ein, mit Frangula-Bmodin (s. S. 443) identisches, Bmodin.