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Grundriß der Pharmakochemie
Entstehung
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Beim Schmelzen oder beim Erhitzen mit Alkoholen zerfällt siein Orcin und Kohlensäure.

Erythrit 1 ), C 4 H l0 0 4 (Physcit, Erythroglucin), kristallisiert ingroßen, wasserhellen süßschmeckenden Kristallen, welche bei 120°schmelzen und sich leicht in Wasser, schwerer in Alkohol und nichtin Äther lösen. Er ist optisch inaktiv und besitzt die Formel:

CH 2 OH

IHC-OH

HCOH

ICH 2 0H

i-Erythrit

Durch gemäßigte Oxydation mit Salpetersäure geht Erythrit überin Erythrose, durch stärkere Oxydation entsteht Erythronsäureund Mesoweinsäure:

CH 2 0H

IHCOH

IHCOH

ICH 2 0H

Erythrit

COH

i

HCOH

iHCOH

ICH 2 0H

Erythrose

COOH

IHCOH

IHC-OH

CH 2 OH

Ery thronsäure(Erythroglucinsäure)(Trioxybuttersäure)

COOH

HCOH

!HCOH

COOH

Mesoweinsäure

Beim Kochen mit Ameisensäure wird Divinyl (Erythren, Pyrro-lylen, Butadien) CH 2 =CH-CH=CH 2 gebildet.

Synthetisch 2 ) entsteht Erythrit aus Divinyl nach folgendenReaktionen:

i) Lamy, Ann. chim. phys. [3] 35 (1852) 138. Przybytek, B. 14 (1881)1202. Liebermann, B. 17 (1884) 873. Kuff, B. 32 (1899) 3677. Bertrand,Compt. rend. 130 (1900) 1472; 132 (1901) 1565. Maquenne, Compt. rend. 130(1900) 1402. Maquenne und Bertrand, Compt. rend. 132 (1901) 1419.

2 ) Griner, Compt. rend. 116 (1893) 724; 117 (1893) 553. Thiele, A. 308(1899) 333. Lespieau, Chem. Centralbl. 1907, I, 943.