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Semen. Sinapis albae.
Sinapis alba L. — Cruciferae — Sinapeae — Brassicinae.
Bestandteile: Sinaibin, fettes Öl 1 ).
^,^S , waföm-),C 30 H42N 2 S 2 0 3 5-]-5H 2 0,bildetkleine,glänzencle,scliwacligelbliche Nadeln, die sich leicht in heißem Wasser, schwer in kaltemWasser und in Alkohol lösen und unlöslich in Äther sind. Der Schmelz-punkt der lufttrockenen Substanz liegt bei 83—84°, derjenige derwasserfreien Verbindung bei 138,5—140". Die wäßrige Lösung reagiertneutral, schmeckt stark bitter und dreht nach links ([ot]ß= — 8'23').Durch Alkalien wird Sinaibin intensiv rot, durch Salpetersäure vorüber-gehend gelb gefärbt.
Gegen Chlorbaryum und Baryumhydroxyd verhält sich Sinalbmwie Sinigrin. Chlorbaryum ruft in der wäßrigen Lösung bei gewöhn-licher Temperatur oder beim Aufkochen keine Bildung von Baryum-sulfat hervor. Erst bei längerem Kochen scheidet sich Baryumsulfataus. Mit Baryumhydroxyd tritt diese Abscheidung sehr leicht ein.Beim Kochen mit Natronlauge liefert Sinaibin Natriumsulfat undBhodannatrium.
Die Konstitution ist derjenigen des Sinigrins ähnlich; sie ent-spricht dem Formelbilde:
/0S0 2 0C 16 H 24 N0 5C=N-CH 2 C 6 H 4 0H
Sinaibin
Durch Myrosin zerfällt es in Glukose, saures schwefel-saures Sinap.in und Sinalbinsenföl:
/:0S0 2 0C 16 H 24 N0 5 Hl
C—S— iCeHiiÖfi + OH; =
\s T —CH 2 —C 6 H 4 0H
Sinalbin
C 6 H 12 0 6 -|- SCNCH 2 —C 6 H 4 0H + C 16 H 24 N0 5 HS0 4
Sinalbinsenföl saures Sinapinsulfat
') Das fette Öl ist demjenigen des schwarzen Senfs sehr ähnlich, spezifischesGewicht 0,9142. Schmelzpunkt der Fettsäuren 15—16°. (De Negri und Pabris,Zeitschr. f. analyt. Chem. 189*, 554. Orossley und Le Sueur, Journ. Soc. ehem.Ind. 1898, 992.)
2 ) Henry und (Jaro.t, Jahresb. d. Chem. 6 (1827) 242: 12 (1833) 263.Pelouze, Jahresb. der Chem. 11 (1832) 221. liobiquet und Boutron-Charlard,
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