HO-
HC,
— 392 —
CH CHN/' \}—COOH
Erhitzen
CH CHHC /X \/" ^CH
x i x /CO
CH 0
------- >
HC \ / G \ / G °CH 0
Jumarinkarbonsäure
Cumarin
Ferner kann Cumarin dargestellt werden durch Erhitzen vonPhenol mit Äpfelsäure und konzentrierter Schwefelsäure 1 ). Dabeizerfällt zuerst die Apfelsäure unter Einwirkung der Schwefelsäurein Kohlenoxyd, Wasser und den Halbaldehyd der Malonsäure:
HOOC—CH(OH)—CH 2 —COOH
Apfelsäure
CO + H 2 0 + CHO—CH 2 —COOH
Halbaldehyd der Malonsäure
Dieser kondensiert sich, vielleicht in der tautomeren Form alsOxyacrylsäure, mit dem Phenol:
C 6 H 5 —OH + HO-CH=CH—COOH = H 2 0 +
OßHtx
CH=CH—COOHM)H
,CH=CH
C 6 H 4
^0-
XJO
Herba Meliloti.
Melilotus officinalis Desrousseaux. — Leguminosae — Papilionatae —
Trifolieae.Bestandteile 2 ): Cumarin (s. S. 388), Melilotin, Melilotsaures Cumarin.
Melilotin, C 9 H 8 0 2 (Diliydrocumarin) (Melilotal), bildet, bei 25°schmelzende, nach Cumarin riechende Kristalle. Der Siedepunkt liegtbei 272°. Es ist unlöslich in kaltem Wasser, wenig löslich inheißem Wasser, leicht löslich in Chloroform.
Durch längeres Kochen mit Wasser oder Kaliumkarbonatlösunggeht Melilotin über in Melilotsäure 3 ):
') v. Pechmann, B. 17 (1884) 929, 1H47.
2 ) Zwenger und Bodenbender, A. 126 (1863) 257. Phipson, Jahresb.1875 852; 1878 797.
3 ) Melilotsäure entsteht aus Cumarin durch Einwirkung von Natriumamalgam,sie geht durch Destillation oder durch Behandlung mit, bei 0° gesättigter, Jod-wasserstoffsäure in Melilotin über. (Hochstetter, A. 226 (1884) 359.)