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Grundriß der Pharmakochemie
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Oleum Santali.

Santalum album. Santalaceae Ösyrideae.

Bestandteile 1 ): Santalol. a-Santalen, ß-Santalen, Santalon, Santalsäure,

Teresantalsäure und deren Ester, Teresantalol, Santen.

*> Santalol 2 ) ist ein Gemisch mehrerer Verbindungen alkoholischer

Natur. Der Hauptbestandteil wird gebildet von einem tricyklischen,

einfach ungesättigten, primären Alkohol, C 15 H 21 0 (Tricyklo-Santalol,

a-Santalol?), daneben kommt ein zweiter bicyklischer Alkohol, C 15 H 24 0

(Bicyklo-Santalol, ß-Santalol), mit zwei doppelten Bindungen vor.

a-Santalol stellt eine ganz schwach sandelholzartig riechende,dicke, farblose Flüssigkeit vom spezifischen Gewicht 0,97 7 (15°) darund besitzt geringe Rechtsdrehung. Der Siedepunkt liegt bei 301 302° C.ß-Santalol besitzt starke Linksdrehung. Welche Ringsysteme denSantalolen zugrunde liegen, ist noch nicht entschieden").

u- und ß-Santalen sind Sesquiterpene der Formel C 15 H 24 .a-Santalen siedet unter 9 mm Druck bei 118 120°, ß-Santalenbei 125 127". Die Santalene sind linksdrehend und liefern dieselbenAbbauprodukte wie die Santalole, gehören demnach in dasselbe tri-cyklische bzw. bicyklische System 4 ).

: ) v. Soden. Arch. d. Pharmac. 238 (1900) 353. Müller, Aroh. d. Pharmac.

238(1900)866. Scmmler, B. 40 (1907) 1120. S emmier und H n de, B. 40(1907) 1124.

") Semmier, B. 41 (1908) 1488.

3 ) Legt man ein Xaphthalinsystem zugrunde, so können die Umsetzungender Santalole mit folgenden Formeln in Einklang gebracht werden:

CH 2 CH

\ H /l\(T

B 2 C

IH 2 0

07 H V

"CH--CH=CH--~CH 2 -CII 2OH 2 OHCH 2

CH 2 OH

Tricyklo-Santalol (Santalol-a?)

GH 2 GH.,

H,C / X C 7 N OHCH=CHOH 2 -OH 2 CH 2 ÜH

H 2 0

C,

OH 2

CH 2 CH

Bicyklo-Santalol (Santalol-ß?)Semmler, B. 40 (1907) 1123.4 ) Semmler, B. 40 (19071 3321,