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Im übrigen gehören die Riechstoffe der ätherischen Öle sowohlder aliphatischen als auch der aromatischen Reihe an. Von hetero-cyklischen Verbindungen sind namentlich Indol und Skatol durchintensiven Geruch ausgezeichnet.
Die Gewinnung der ätherischen Öle geschieht durch Destillationmit Wasserdampf, durch Extraktion und in einigen Fällen durch Aus-pressen. Die, zur Isolierung der einzelnen Riechstoffe aus ätherischenÖlen oder aus Drogen, angewendeten Arbeitsverfahren wechseln nachder Natur der zu isolierenden Substanzen.
Zum qualitativen Nachweis und zur quantitativen Bestimmungder Riechstoffe muß häufig die Methode den einzelnen Substanzen an-gepaßt werden. Im allgemeinen bedient man sich folgender Verfahren:
Alkohole werden durch Erhitzen mit Essigsäure-Anhydrid undNatriumacetat oder mit einem Gemisch von Essigsäure-Anhydrid undPyridin verestert. Aus der, durch Verseifimg der gebildeten Ester,ermittelten Verseifungszahl ergibt sich der Gehalt an ursprünglichvorhandenen Alkoholen. (Bestimmung des Menthols in Oleum Menthae,des Santalols in Oleum Santali.)
Der Gehalt an Estern wird durch Verseifung mit alkoholischern/2 Kalilauge und Zurücktitrieren der nicht verbrauchten Kalilauge mitn/2 Schwefelsäure bestimmt (Linalylacetat in Oleum Bergamottae undOleum Lavandulae, Methylsalicylat in Oleum Gaultheriae).
Zur Bestimmung von Aldehyden benützt man die Fähigkeitderselben, sich mit Natriumbisulfit zu verbinden. Aus Gemengenkönnen Aldehyde mittels der Natriumbisulfitdoppelverbindung isoliertund, durch Zerlegung der isolierten Doppelverbindungen, Ausschüttelnmit Äther usw. bestimmt werden. Auch die in Wasser leicht löslichen,aus der Reaktion eines Moleküles Aldehyd mit zwei Molekülen Bisulfitentstandenen sulfoaldehydschwefligsauren Natriumsalze lassen sich zurBestimmung von Aldehyden verwenden. Aus der Menge der nicht indie wasserlösliche Bisulfitverbinduug übergegangenen Bestandteile kanndie Quantität der aldehydischen Bestandteile abgeleitet werden. (Be-stimmung von Zimmtaldehyd in Oleum Cinnamomi').)
l ) Zur Bestimmung bedient man sich nach Schimmel & Cie. (Ber. 1890,II, 12) des „Cassia-Kölbchens": d. i. ein Kölbchen von ungefähr 100 cm 3 Inhalt,das einen ca. 13 cm langen Hals von 8 mm lichter Weite besitzt, der in '/io cm 3geteilt ist; der Nullpunkt der Skala befindet sich etwas oberhalb der Stelle, wosich der Kolben in den Hals verjüngt. Um die Zimmtaldehydbestimmung aus-Oesterle, Grundriß der Pliarmakoehemie. 11