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Grundriß der Pharmakochemie
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«- und ß-Truxillin, (C, 9 H 23 N0 4 ) 2 J ), sind amorph. cc-Truxillinschmilzt bei 80°, ß-Truxillin fängt bei 45° an zu sintern ohne einenbestimmten Schmelzpunkt zu zeigen. Es unterscheidet sich vona-Truxillin durch die geringere Löslichkeit in Alkohol. Bei derHydrolyse mit Barythydrat liefern die Truxilline Methylalkohol,Ecgonin und a- bzw. ß-Truxillsäure.

Die Truxillsäuren 2 ), Polymerisationsprodukte der Zimmtsäuresind Abkömmlinge des Tetramethylens (Cyklobutau), man erteilt ihnendie Formeln:

C 8 H 5CH-CHCOOH

I IHOOC CHCHC 6 H 5

a-Truxillsäure(Schmelzp. 274°)

C 6 H 5CHCHCOOH

I IC 6 H 5CHCHCOOH

ß-Truxillsäure(Schmelzp. 206°)

Bei der Destillation verwandeln sie sich in gewöhnliche Zimmt-säure; umgekehrt wird trockene Zimmtsäure durch Belichtung an derSonne in a-Truxillsäure übergeführt.

Synthetisch 3 ) wird die a-Truxillsäure nach folgenden Reaktionenerhalten:

y O /COOH

C 6 H 5 CH = CH-C< +H 2 C< =

X H x COOH

Zimmtaldehyd Maleinsäure

/COOH

H 2 0 + C 6 H 5 CH = CH-CH = C< ------- >

x COOH

gelbe Cinnamylidenmalonsäure

') Hesse, Pharm. Zeitg. 32 (1887) 407, 668, B. 22 (1889) 665. Die Truxillinewurden zuerst aus einer, aus Truxillo stammenden Coca isoliert und Cocamin undOocaidin genannt. Liebermann, B. 21 (1888) 2342, B. 22 (1889) 672. Lieber-mann und Drory, B. 22 (1889) 130, 680.

») Liebermann, B. 22 (1889) 124, 782, 2240, 2256. 2261; 23 (1890) 317,2516; 24 (1891) 2589; 25 (1892) 90; 26 (1893) 834; 27 (1894) 1410, 1416; 31(1898) 2095.

3 ) Ruber, B. 35 (1902) 2411.