Druckschrift 
Grundriß der Pharmakochemie
Entstehung
Seite
60
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

60

CHo-CH-

-CH S

NCH, CH

CH 2CH-

CH

Tropidin

Die Ecgoninsäure, die durch Oxydation sowohl aus 1- als auch

aus d-Ecgonin als linksdrehende Modifikation vom Schmelzpunkt

117° gewonnen wird, besitzt die Struktur der N-Methylpyrrolidon-

a-Essigsäure 1 ):

H 2 CCO

\n CH 3H 2 CCH-CB~ 2 - COOHSie kann in ihrer racemischen Form nach folgenden Reaktionensynthetisiert werd en 2 ):

A 2 -Dihydromukonsäure Ä ) lagert Bromwasserstoff an und gehtin ß-Bromadipinsäure über. Diese liefert bei der Einwirkung

) HC=OH

NH

HO=CH

Pyrrol

H0-CH 2

II \

/CH 2

Pyi-rolin

>NH

H 2 0-OH 2

\>NH

H 2 C-CH 2Pyrrolidin

H 2 CCO

>NH

H 2 C CH 2

Pyrroliüon

Nach Hennstedt bezeichnet man die Stellungen wie folgt:

HC=CHx

n NH oder

HO=CH /

HC=CHx

2 1

3 4

HC=t;n /

n NH ; nach

Knorr HC=CHv

3 2

i 5

110=OH^

Nach Knorr kann demnach die Ecgoninsäure-i NH auch als 1-Methylpyrrolidon5-Essigsäure be-zeichnet werden.

2 ) Willstätter und Hollander, A. 326 (1903) 79.

3 ) Dihydromukonsäure entsteht aus Schleimsäure nach folgenden Reaktionen:

HOOC(OHOHu-COÜH P01 5 Dichlormukonsäure Redukt.

Schleimsäure ----- > ------- >-

Hydromukonsäureoder aus Mukonsäure durch Reduktion. Mukonsäure wird synthetisiert durch Er-hitzen von Glyoxal und Malonsäure mit Pyridin (0. Doebner, B. 35(1902) 1147)-.CHO ' x COOH

+ 2CH 2

CHO \COOH

Glyoxal Malonsäure

CH=CH- COOH

I

0H=0H-COOH

MukonsäureSchmp. 292°

+ 2C0 2 + 2H 2 0.