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Grundriß der Pharmakochemie
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Durch Erhitzen der wäßrigen Lösung mit Silberoxyd tritt Iso-merisation des Nikote'ins ein, indem Dihydronikotyrin entsteht. DemMkotein selbst wird die Konstitution

H 2 C -------- CH

CH |

Vq HC

H

HC

.CH

CH

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CH,

Nikotein

zugeschrieben.

Nikotimin, C 10 H ]4 N 2 , ist ein Isomeres des Nikotins und dem-selben in Geruch und physikalischen Eigenschaften sehr ähnlich. Inseinen chemischen Eigenschaften unterscheidet es sich dagegen alssekundäre Base deutlich vom Nikotin (ditertiäre Base). Es besitztwahrscheinlich die Konstitution eines Piperidylpyridins (hexahydro-genisiertes Dipyridyl),

CH,

CH

HC/ \c

H 8 '

I- HC

H 2

CH 2

HC.

y CH

NH

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Nikotimin

diejenige also, welche man früher dem Nikotin zuschrieb.

Nikotellin, C )ft H s N.,, bildet kleine weiße, prismatische Nadeln,welche bei 147148" schmelzen. Siedepunkt ca. 300°. Es ist weniglöslich in Wasser und in Äther. Die wäßrige Lösung ist gegenLackmus neutral. Von den Tabakalkaloiden ist es das einzige, welchesein in Wasser wenig lösliches Bichromat liefert.

In seinen Eigenschaften nähert es sich den Dipyridinen, istjedoch mit keinem der bis jetzt bekannten Dipyridinen identisch.

** Pyrrolidin '), C 4 H 9 N, ist eine farblose, leicht bewegliche alkalischreagierende Flüssigkeit, welche bei 8788" siedet, piperidinartigenGeruch besitzt und mit Wasser mischbar ist. Das Platinsalz

») Oiamician und Magnaghi, B. 18 (1885) 2079. Ladenburg, B. 19(1886) 782; 20 (1887)442, 2215. Ciamician und Picoinini, B. 30 (1897) 1790Gabriel, B. 24 (1891) 3231.