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Grundriß der Pharmakochemie
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Conydrin 1 ) (Conhydrin) C 8 H 17 ON kristallisiert aus Äther infarblosen Blättchen, die bei 118° schmelzen und bei 225226° un-zersetzt sieden. Durch Oxydation mit Chromsäure wird es in ot-Pipe-colinsäure (hexahydrierte Picolinsäure)

CH 2K.cX ^CH,

H 2 C\ /CH-

COOH

H

a-Pipecolinsäure

übergeführt 2 ). Das Conydrin ist daher als cc-Oxypropylpiperidin auf-zufassen, und zwar als Pipecolylmethylalkin s ) der Formel:

CH 2

I |

CH, CH OH CH

H 2 C\ /CHH

Conydrin

Pseudoconydrin 4 ) ist dem Conydrin sehr wahrscheinlich stereo-isomer. Es bildet ein zerfließliches, kristallinisches Pulver vom Schmelz-punkt 101102" und Siedepunkt 229231 °. Es ist wie das Conydrinrechtsdrehend.

f-Conicem 5 ), C 8 H ]r ,N, ist eine, bei 171172° (746 mm) siedende,optisch inaktive Flüssigkeit, die sich beim Aufbewahren dunkel färbt.

!) Wertheim, A. 100 (1856) 328.

2) Willstätter, B. 34 (1901) 3166. Löffler, B. 37 (1904) 1879. ChemikerZeitg. 1907, No. 42, 543.

3 ) Die den Picolinen entsprechenden Homologen des Piperidins bezeichnetman als Pipecoline,

CH

CHj

H 9 C/ \cH 2

die Gruppen

HC^

HC,

S CH und

,C CH 3 -

H 2 C X

,CH CH 2

*W

H

als Picolyl u. Pipecolyl.

4 ) Merck, B. 24 (1891) 1671.

5 ) Wolffenstein, B. 28 (1895) 302. B. 29 (1896) 1956. v. Braun undSteindorlf, B. 38 (1905) 3094.