Semen Faeni graeci.
Trigonella Foenum graecum L. — Leguminosae — Papüionatae —
Trifolieae.Bestandteile: Trigonellin, Cholin. fettes Öl, Lecithin 1 ).Trigonellin*), C 7 H,N0 2 , kristallisiert aus Alkohol in farblosen,flachen Prismen, welche beim Erhitzen auf 200° sich zersetzen. Esist sehr leicht löslich in Wasser, leicht löslich in heißem Alkohol, un-löslich in Äther, Chloroform und Benzol. Die Lösungen reagierenneutral.
Beim Erhitzen mit Salzsäure auf 260—270 ° wird Trigonellinzerlegt in Chlormethyl und Nikotinsäure (ß-Pyridinkarbonsäure):
CH
HC C—COOHC,H,N0 2 +HC1 = || | -fCH 8 Cl
HC CH
NN'
Nikotinsäure
Durch Einwirkung von Barythydrat bei 120 ° wird Methylamin gebildet.Die Konstitution des Trigonellins entspricht der Formel
CHHO // Vi — CO
HC. .CH
V ---- 0
CH :!
Trigonellin
d. h. derjenigen des Methylbetains 8 ) der Nikotinsäure.
') Außer den genannten Bestandteilen enthalten die Samen Schleim, Protei'n-stoffe, Phytosterin. Das in Pflanzen weit verbreitete Phytosterin entspricht demtierischen Cholesterin, welches als einwertiger, einfach ungesättigter, zu den Terpenenin Beziehung stehender Alkohol betrachtet wird. (Über Cholesterin vgl. Windaus,Arch. d. Pharm. 246 (1908) 117.
2 ) Jahns, B. 18 (1885) 2518, 20 (1887) 2810. Trigonellin ist außer imBockshornsamen nachgewiesen worden in den Samen von Pisum sativum, Cannabissativa, Avena sativa, Strophantus hispidus und Strophantus Kombe, (Schulzeund Prankfurt, B. 27 (1894) 769. Thoms, B. 31 (1898) 207, 404.)
3 ) Als Betaine bezeichnet mau innere Anhydride der Methylhydroxyd-verbindung gewisser Säuren. Der Typus dieser Verbindungen ist das Betai'n (in