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Fig. 357. Blüthe von Paoonia peregrina,
Kelch und Krone halbirt. k und e Perianth,
a Androeceum, g Gynoeceum. Nat. Gr.
phylle übereinstimmenden Anordnung und der leichten Umwandlung letztererin solche sterile Blattgebilde zeigen diese nähere Beziehungen zu den Sporo-phyllen als zu den Laubblättern. Sie stellen das Perianth oder die
Blüthenhülle dar (Fig. 357 k, c).
_/~s~~" v x Der von dem Perianth, den
,- \ Sporophyllen und dem sie tra-
_ / - / ""~"^~v/ /) /~^>- genden Achsenstücke gebildete
£ \ i A SprO'SS oder Sprosstheil wird
eine Blüthe genannt. Fehlt dasPerianth, so ist die Blüthe nackt.Die Gesammtheit der Staubblättereiner Blüthe wird als ihr Androe-ceum, diejenige der Fruchtblätter alsihr Gynoeceum bezeichnet. SindAndroeceum und Gynoeceum in einerBlüthe vereinigt, so ist dieselbe zwit-terig. In diesem Falle nimmt dasGynoeceum stets den Gipfel der Blütheein. Ist nur das Androeceum odernur das Gynoeceum in einer Blüthevorhanden, so spricht man von einereingeschlechtlichen oder diklinischen Blüthe. Sind die diklinischenBlüthen beiderlei Geschlechts auf einer Pflanze vereinigt, so heisst letzteremonöcisch; sie wird diöcisch genannt, wenn sie nur Blüthen eines Ge-schlechtes, polygam,wenn sie gleichzeitig ein-geschlechtliche und zwit-terige Blüthen entwickelt.Des constanten Be-sitzes von Blüthen halberwerden die Phanerogamenauch Blüthenpflanzengenannt. Es darf ausdieser Bezeichnung nichtgeschlossen werden, dassdie Blüthe ein durchauscharakteristisches Merk-mal der Phanerogamensei. Vielmehr sind dieSporophyllstände der Ly-copodiaceen und Equise-taceen mit allen wesent-lichen Merkmalen vonBlüthen, allerdings auf
Fig. 358. Hemorocallis fulva. A Querschnitt durch einefast reife Anthere, mit den durch den Schnitt geöffnetenFächern, p die Scheidewand zwischen den Fächern, a Furcheam Connectiv, f Gefässbündel. Vcrgr. 14. B Querschnittdurch eine junge Anthere. Vergr. 28. G Theil des Quer-schnittes an einem Fache, e Epidermis, /"die spätere Faser-schicht, e später verdrängte Wandschicht, t die sich späterauflösende Tapetenschicht, pm Pollenmutterzelle. Vergr.240. D und E gethcilte Pollenmutterzellen. Vergr. 240.
einer niedrigen Stufe derAusbildung versehen (vgl.S. 369 u. f.). Die Blütheder Gymnospermen be-zeichnet kaum einen Fort-
schritt und diejenige derAngiospermen weicht von den Sporophyllständen der Pteridophyten nurdurch die mehr ausgeprägte Metamorphose ihrer Theile ab. Eine Rose,eine complicirte Orchideen-Blüthe sind nur Endglieder einer nach oben viel