Cryptogamen.
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sich stark, geht in ihrer unteren Partie noch einige Theilungen ein und wirdauch hier zu dem Embryoträger oder Suspensor (Fig. 355 et), während aus derunteren Zelle durch weitere Theilungen der sich in das erste Blattpaar, denStammscheitel, Wurzel und Fuss gliedernde Embryo hervorgeht [w, f, U, st). DerFuss hat hier eine andere Lage als bei Lycopodium. Schon an dem erstenBlattpaar treten die Ligulargebilde als Aussprossungen der Blattbasis auf [Kg).Der Embryoträger steht senkrecht zur Achse des Keimlings und dient dazu,den sich entwickelnden Embryo in das Prothalliumgewebe, aus dem er seineNährstoffe mittels des Fusses bezieht, vorzuschieben. Schliesslich wächst derSpossscheitel mit dem ersten Blattpaar nach oben, die Wurzel nach unten ausder Macrospore hervor; die junge Keimpflanze bleibt mit dem Fuss in dem Pro-thalliumgewebe derselben stecken, so dass das Ganze den Eindruck eines keimendenPhanerogamensamens hervorruft (Fig. 351 B).
3. Ordnung. Isoetaceae( 56 ).
Hierher gehört nur die Gattung Isoetes, Brachsenkraut, deren systematischeStellung unter den Lycopodinen übrigens noch zweifelhaft ist, da sie manche Be-ziehungen zu den eusporangiaten Filices aufweist. Die Isoetes-Arten sind theilsuntergetauchte, theils auf feuchtem Boden lebende perennirende Kräuter mitknolliger gestauchter Achse, die nach unten ein Büschel von dichotom sichgabelnden Wurzeln, nach oben eine dichte Kosettevon langen pfriemförmigen, steifen, von vier Luft-canälen durchzogenen Blättern trägt (Fig. 356).Die Blätter verbreitern sich am Grunde zu einerbreiten Scheide und sind an der Innenseite überder Insertion mit einer länglichen grubenartigenVertiefung, der Fovea, versehen, auf deren Grundeein einziges sitzendes grosses Sporangium erzeugtwird. Ueber der Fovea ist die Ligula als drei-eckiges Häufchen mit eingesenkter Basis inserirt.Im Habitus weicht also Isoetes von den übrigenGattungen bedeutend ab, mit Selaginella ist ihrdie Ligula gemeinsam.
Die Macrosporangien sitzen an den äusserenBlättern der Kosette, die ihnen ähnlichen Microspo-rangien an den inneren. Beide sind hier vonquerverlaufenden sterilen Gewebesträngen durch-setzt und unvollständig gefächert. Die Sporen werdenerst durch Verwesung der Behälter frei.
Die Entwicklung der geschlechtlichen Gene-ration geschieht in ähnlicher Weise wie bei Sela-ginella. Das reducirte männliche Prothalliumentwickelt sich bereits in der Spore. Es wirdauch hier die Sporenzelle in eine kleine linsen-förmige Prothalliumzelle und eine grössere als Anlageeines einzigen Antheridiums zerlegt. Die grosse Zelle theilt sich weiter invier sterileWandzellen, welche allseitig zwei centrale spermatogene Zellen umschliessen. Ausjeder der letzteren entstehen zwei Spermatozoidmutterzellen, im Ganzen also vier,die nun nach dem Aufplatzen der Sporenhülle nach aussen gelangen und die spiraliggewundenen, mit Anhang versehenen und .am vorderen Ende im Gegensatz zuden übrigen Lycopodinen mit einem Cilienbüsohel besetzten Samenfäden entlassen.
Fig. 356. Isoetes lacustris.1/3 nat. Gr.