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Lehrbuch der Botanik für Hochschulen : mit 667 Abb.
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Schenck:

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Fig. 354. Selaginella Martcnsii. Weib-liches Prothallium, aus der am Scheitelgeöffneten Macrosporenmembran spm her-vortretend, wr unbefruchtet gebliebenesArchegonium, emb\, emb-> zwei in das Pro-thalliumgewebe eingesenkte Embryonenmit den Embryoträgern et. Vergr. 124.(Combinirt nach Pfeffer.)

gebettet liegt (E). Die kleine Prothalliumzelle bleibt hingegen erhalten. Dasganze männliche Prothallium ist bis zu diesem Stadium von der Microsporenhaut

noch umschlossen ; schliesslich bricht dieseauf und die Mutterzellen werden frei, umdie keulenförmigen, an der Spitze mit zweilangen Cilien versehenen Samenfäden zuentlassen. Die Bildung dieses reducirtenProthalliums erinnert an die gleichartigenVorgänge bei den Hydropteriden.

Auch die Macrosporen beginnen,allerdings nicht bei allen Arten, ihreWeiterentwicklung schon, wenn sie nochim Sporangium eingeschlossen liegen. DerZellkern befindet sich am Scheitel derSpore in dem wandständigen Plasma. Ertheilt sich in Tochterkerne, die in deinWandplasma am Scheitel sich vertheilen,und nun beginnt hier die Ausbildung vonZellwänden. So wird vom Scheitel biszur Basis fortschreitend die Spore durchVielzellbildung ganz mit grossen Prothal-lienzellen angefüllt; zugleich beginnt aberauch in derselben Richtung mit der fort-schreitenden Bildung die weitere Theilungdieser Zellen in kleinzelliges Gewebe. Indem kleinzelligen Gewebe werden amScheitel einige wenige Archegonien angelegt und zwar manchmal bereits, wenndie Spore noch nicht vom Prothalliumgewebe ganz ausgefüllt ist. Meist werden

die Archegonien erst gebildet,wenn die Sporen aus demSporangium entleert sind.

Die Prothalliumbildungvon Selaginella und ebensoauch von der verwandtenGattung Isoetes geht somitin anderer Weise vor sichals bei den übrigen Pteri-dophyten und nähert sich da-gegen den gleichnamigen Vor-gängen bei den Coniferen.

Die Sporenwand platztschliesslich am Scheitel aufund das kleinzellige Pro-thallium tritt etwas hervor.Es erfolgt dann die Befruch-tung von ein oder zwei Arche-gonien und die directeWeiterentwicklung der be-fruchteten Eizellen zum Em-bryo (Fig. 354).

In der Entwicklung des Embryo aus der befruchteten Eizelle erinnert Sela-ginella mit einigen Unterschieden am meisten an Lycopodium. Das Ei theiltsich durch eine Querwand in zwei Zellen und die obere derselben vergrössert

Fig. 355. Selaginella Martensii. Längsschnitt durcheinen noch nicht aus der Spore hervorgebrochenen Em-bryo, et Embryoträger, w Wurzel, fFuss, bl Blätter, KgLigula, st Stammscheitel. Vergr. 165. (Nach Pfeffek.)