Cryptogamen.
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Fig. 313. Funaria hygrometrica. A keimende Spore,
B Protonema mit Knospen kn und Khizoiden r,
Vergrössert. (Nach Müller-ThüBGAU.)
ex Exine.s Spore-.
durch diesen bis zum Ei, in welches ein Spermatozoid eindringt. Da derBefruchtungsvorgang sich nur im Wasser vollziehen kann, so erfolgt er beiden Landformen nur nach Benetzung durch Regen oder Thau. Nach derBefruchtung stellen sich Theilungen in der Eizelle ein und sie entwickeltsich direct weiter zumEmbryo (C), ohne erst,wie es bei den ooga-men Thallophyten all-gemein der Fall ist,zu einer Oospore zuwerden und als solcheeinen Dauerzustanddurchzumachen.
Ausser der sexu-ellen Fortpflanzung fin-det allgemein bei denMoosen wie auch heiden Pteridophytcn eineungeschlechtliche Fort-pflanzung durch ein-zellige mit Membranumkleidete, an die Ver-breitung in der Luftangepasste Sporenstatt. Beide Fortpflan-zungsweisen wechseln
in regelmässigster Weise mit einander ab und sind auf zwei scharf geschie-dene Generationen, eine geschlechtliche, welche die Sexualorgane erzeugt, undeine ungeschlechtliche, welche die Sporen hervorbringt, vertheilt. Die ge-schlechtliche Generation geht aus den Sporen hervor, die ungeschlechtlicheaus der befruchteten Eizelle. Dieser regel-mässige Generationswechsel ist charak-teristisch für alle Archegoniaten.
Was zunächst die geschlechtlicheGeneration anbelangt, so keimt die ein-zellige Spore unter Sprengung ihrer äusserencutinisirten, als Exine bezeichneten Haut zueinem Schlauche aus, der bei den Leber-moosen alsbald zur Ausbildung der defini-tiven Pflanze schreitet, während er bei denmeisten Laubmoosen zunächst ein Proto-nema erzeugt, das in seiner Gestalt an denThallus der Confervoideen erinnert (Fig. 313A, B). Die Protonemazellen enthalten grüneCnloropln llkörner. Von den grünen Fädengehen farblose verzweigte Khizoiden oderWurzelhaare ab und dringen in den Bodenein (Fig. 313 r). Unter den Verzweigungs-stellen des Protonema entstehen nunmehrkleine Knospen [kn), aus denen die definitive Moospflanzc hervorwächst.Protonema und Moospflanze stellen aber, auch wo sie in solcher Weisevon einander abgesetzt sind, nur die eine geschlechtliche Generation derPflanze vor. Viele Lebermoose weisen noch einen aus dichotomisch ver-
Fig. 314. Antheridien an und Arche-gonien ar an den Enden des gabeligverzweigten Moosstämmchons vonPhascum cuspidatum, b Blätter, yParaphysen. Vergr. 45. (Nach Hof-meister.)