l 2 Vom wundersteme BeZoar.
E R wundcrstcin / so ve^oar oder Le?.aar ge-ncndt wird / ist lang vnd rund an der gestalt /allerdings wie eine Eychcl/doch ohne das Ey-chclheußlcm / außwcndig glat / an der färb wie ein ey-sen/so im fewcr poliert worden/Inwendig aber aschen-farb/ vnd je leichter dieser stein/ je besser er ist/ ob er auchwol von aussen dick vnd starck scheinet/ so ist er dochleicht zu zerbrechen/vnd wenn er zerbrochen worden/schcmet er gar löchericht sein/wie ein Dup stein/ hataber gar keinen sandt bey sich/vnd so man jhn zwischendie zeene nimbt/ so Zerreibet er sich/ wie ein stücklcin rin-de vom brodt/ hat gar keinen besondern gcschmack.
DIcser stein Le^oar wird aus ?cilia nach Con-stankinopel gebracht/vnd denn ferner durch (/alücuckm Portugal. Die ankunsst/ vnd wouon er sey/ ist sehrvngewiß/dicwcilvon seinem vrsprunge mancherley Mei-nungen angezogen werden: Denn etliche sagen vnd bc-thewren / das er in einem Magen einer Waldziegen imFruling vnd Sommer angegossen werde/die sich mitköstlichen gesunden kreueern wcpde / aus welcher krcu-ter fasst diese steine im Magcn der WaldZiegen wachsensollen. Wenn aber der Herbst vnd Winter herzu gehe/Vnd diese Waldziege nicht mehr jhre gute wcpde habenkan/ sol sie die steine wieder kcwen / vnd an stak der süt-terung gebrauchen. Vnd bchettigen solches damit/ sti-gende / Wenn man solche Ziege im anfange deß Frü--lings oder Winters fahe / finde man nicht ein einigstcinlcin im Magen/ So sie aber im ansang deß Herb-stes gesellet werde/ finde man solcher steine gnugsam beyihr. Sie schreiben auch ferner/ das der Lo-var viel
Hemlcill