1876
N a e h t r ä
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Das Nicotimin ist eine farblose, bei 250 bis 255° C. siedende Flüssig-keit. Das Nicotellin bildet farblose, bei 147 bis 148°C. schmelzende Nadelnvon neutraler Eeaotion (Pictet, Rotschy).
Von dem in den Cigarren enthaltenen gesammten "Nicotin bleibennach J. Habermann 3,6 Proc. in den 'abgeschnittenen Spitzen, 36,2 Proc.restiren bei intermittirendem Kauehen in den unverrauchten Enden, während16,3 Proc. in den angesaugten Bauch übergehen und 44 Proc. in dem nichtangesaugten Rauche verbleiben, bezw. beim Rauchen zerstört werden.
Tropidin: CHRIST, ist von "Willstätter durch synthetischen Aufbauaus dem Suberon: C 6 H 10 :CO (s. S. 489), bezw. dem daraus darstellbarenCyklohepten: C 7 H 12 , erhalten worden.
Atropinsulfat. Bei der Ammoniak probe versetze man lOccm Atropin-sulfatlösung (1 : 60) mit 4 ccm Ammoniak von 10 Proc.
Cytisin wird durch H 2 0 2 in Oxycytisin: C u H l4 N 2 0 2 , verwandelt;farblose, bei 223 bis 226° C. schmelzende Krystalle von neutraler Reaction,mit Säuren jedoch Salze liefernd. Durch Erhitzen mit Jodwasserstoffsäureauf 225° wird das Cytisin, unter Abspaltung von Ammoniak, zu der Ver-bindung C u H"NO reducirt; farblose, bei 187° C. schmelzende Nadeln vonschwach basischem Charakter (Freund).
Ecgonin: C 9 H 15 N0 3 -\- H 2 0, geht durch vorsichtige Oxydation mit,Chromsäure in Tropinon: C ! H ls NO (s. S. 1448), über. Letzteres wird in ätheri-scher Lösung durch Einwirkung von Natrium und CO 2 in tropinoncarbon-saures Natrium: CH 12 NO—CO . ONa, und dieses durch Reduction mitNatriumamalgam in schwach salzsaurer Lösung in Rechts-Ecgonin undin die damit isomere Pseudotropincarbonsäure: C 9 H l5 N0 3 -\- 3H 2 0,welche in sechsseitigen, monoklinen Tafeln krystallisirt, die wasserfrei bei201 bis 202° C. schmelzen, verwandelt (Willstätter).
Brommorphin: C 17 H 18 BrN0 2 , welches durch Einwirkung von PBr 3auf Morphin entsteht, wird beim Kochen mit Wasser in Isomorphin:C X7 H 19 N0 3 , eine Base, die nicht narkotisch wirkt, verwandelt (Schryver, Lees).
Thebenin liefert bei der Destillation mit Zinkstaub Pyren: C l6 H 10(s. S. 1138), und das in Blättchen oder Nadeln krystallisirende Thebenidin:C 15 H 9 N; Schmelzpunkt 144 bis 148° C. (Vongerichten).
Dem Natalaloin kommt nach Tschirch und Klaveness die Formelc i6 H i8 0 7 oder c l5 H 10 O(OH) 5 | i O.CH 3 ) zu. Das Ugandaaloin: C 16 H 16 0 7oder C 15 H ll 0 4 (OH) 2 (O.CH 3 ), ist identisch mit dem Capaloin (T. und K.)-Es krystallisirt aus Alkohol in gelben, doppeltbrechenden Prismen, die bei138 bis 139° C. schmelzen. Es löst sich leicht in Wasser, Alkohol und Aceton.Es giebt nicht die Klunge'sche Reaction (s. S. 1292), auch nicht mitKupi'ersulfat und Cyanwasserstoff. Dagegen liefert es die Schonteten's cheAloinreaction: Sättigt man Aloinlösung mit Borax, so tritt nach 20 bis25 Minuten eine intensiv grüne Fluorescenz auf. Natalaloin giebt diese Re-action nicht. Bei der Oxydation mit Salpetersäure liefert das UgandaaloinChrysaminsäure, Pikrinsäure und Oxalsäure (T. und IC).
Kämpferoi: C 15 H 10 O 8 , entsteht aus Kämpfern! beim Kochen mit Jod-wasserstoffsäure; feine, gelbe, bei 271° C. schmelzende Nadeln. Kämpferoisoll nach Perkin auch als Spaltungsproduct des Robinins und eines in denBlüthen von Delphinium consolida enthaltenen Glycosides auftreten.
Alpinin ist nach Testoni nur ein Gemisch aus Kämpfend (Campho-rid) und Galaugin. Dagegen enthält die Galangawurzel noch GalangiB-Methyläther: C l5 H 9 0 4 -OCH 3 , welcher aus Methylalkohol in hellgelben,gegen 300" C. schmelzenden Tafeln krystallisirt.