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2. Organische Chemie 2. Abt. (1901)
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1842
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1842

Abgekürzte Milchanalyse.

menge hat für die Beurtheilung der Milch nur einen untergeordneten Wertn,da ein hoher Eahmgehalt nicht mit Sicherheit auch einen hohen Fettgehaltbedingt und umgekehrt.

Am Boden des Cremometers scheide sich kein Schmutz etc. ab.

8. Milchzucker. Ueher die quantitative Bestimmung des Milchzuckersin der Milch s. S. 923.

9. Asche. Zur Bestimmung des Aschengehaltes dampft man 25 g derzu prüfenden Milch in einem Platintiegel oder besser in einem flachen Platin'schälchen nach Zusatz einiger Tropfen Essigsäure im Wasserbade zur Trockneein, verkohlt den Bückstand vollständig, zieht die verkohlte Masse mehrmalsmit heissem "Wasser aus und giesst jedesmal die erzielte Lösung von derKohle klar ab. Die im Tiegel verbleibende Kohle wird alsdann nach aber-maligem Trocknen durch starkes Glühen weiss gebrannt, hierauf der wässe-rige Auszug nach und nach zugesetzt, verdampft, der Bückstand schwachgeglüht und nach dem Erkalten gewogen. Die directe Einäscherung der ein-gedampften Milch liefert häufig ungenaue Besultate, da durch die hohe Tem-peratur, welche die Verbrennung der ausgeschiedenen Kohle erfordert, etwasChlornatrium verflüchtigt wird.

b) Abgekürzte Milchanalyse.

Eür die polizeiliche Controle der Marktmilch ist es nothwendig, dieMilch mittelst Methoden zu prüfen, welche, unbeschadet der Genauigkeit*innerhalb sehr kurzer Zeit, und zwar möglichst ohne Laboratorium und ohneSchulung in chemischen Arbeiten, ausgeführt werden können. Die in diesemSinn brauchbaren Methoden bestehen in einer Prüfung der Beaction, eine 1 'Bestimmung des specifischen Gewichtes und weiter in einer Ermittelung desFettgehaltes.

1. Beaction. Wie bereits S. 1825 erwähnt, ist die Beaction der frischenMilch eine amphotere, d. h. normale Milch verändert sowohl empfindlichesblaues, als auch empfindliches rothes Lackmuspapier. Wendet man nurviolett gefärbtes Lackmuspapier (s. S. 1760) zur Prüfung an, so wird diesesdurch normale Milch keine Veränderung erleiden.

2. Specifisches Gewicht. Das specifische Gewicht der normale 11Milch schwankt bei 15° C. zwischen 1,029 und 1,033, im Mittel beträgt es1,0317; das specifische Gewicht der abgerahmten oder sogenannten blauenMilch schwankt zwischen 1,0325 und 1,0365, es beträgt im Mittel 1,0345. Wir ddie Milch mit Wasser verfälscht, so muss sie eine Erniedrigung des specifischenGewichtes erleiden, wird sie dagegen mehr oder minder stark abgerahmt, 3 °muss das specifische Gewicht eine Erhöhung erfahren. In beiden Fälle 11wird also eine genaue Bestimmung des specifischen Gewichtes, unter Berück-sichtigung der äusseren Beschaffenheit, wesentliche Anhaltspunkte für di eBeurtheilung der Milch liefern. Die durch Wasserzusatz bedingte Verminde-rung des specifischen Gewichtes beträgt für normale und für abgerahmte Mil cö '

Normale Milch

Abgerahmte Milch

1,0325 bis 1,0365

Vio Wasser

. 1,026 „ 1,029

1,029 „ 1,0325

V

/10 n

. 1,023 „ 1,026

1,026 „ 1,029

3 Ao ,

. 1,020 , 1,023

1,0225 „ 1,026

Ao n

. 1,017 „ 1,020

1,0195 „ 1,0225

V

710 n

. 1,014 „ 1,017

1,016 „ 1,0195

Die Bestimmung des specifischen Gewichtes der Milch wird nur dannunmittelbar keinen Anhalt liefern, wenn gleichzeitig Abrahmung und ~V eV '