»uf
ad"
Cliinoxalin, Diphenyl-Chinoxalin etc.
Die sauerstofffreien Chinoxaline sind schwache, einsäurige Basen von'üinolin- und piperidinartigem Geruch, die in Wasser, Alkohol und Aether° s lich sind. Gegen Oxydationsmittel sind die Chinoxaline beständig; durcheduction gehen sie in Di-, bezw. Tetrahydrochinoxaline über.
Chinoxalin: C 8 H 6 N, Chinazin, ist eine weisse, bei 27° schmelzende,i 229° C. siedende Krystallmasse.
Diphenyl-Chinoxalin: C 8 H 4 . N 2 (C . C 6 H 5 ) S , entsteht beim ErhitzenVon Ortho-Diamidobenzol mit Benzil (s. S. 1027). Farblose, bei 127° C.Soh melzende Nadeln.
Oxy-Chlor-Biphenyl-Chinoxalin: C 6 H 2 ™„ : N 2 (C . C 6 H 5 ) 2 , Luteol.
ür Darstellung dieser als Indicator in der Alkalimetrie verwendbaren Verbin-^"g kocht man Aethoxy-Phenylendiamin: C'H^O.C^H^IKH 2 ) 2 — aus Nitro-
kenacetin (s. S. 987) durch Reduction erhältlich — in alkoholischer Lösung
0111 Benzil und erhitzt dann das hierbei gebildete Aetboxy-Diphenyl-Chin-
° Xal »i mit pci 5 auf 80° C. Hierdurch entsteht Chlor-, Aethoxy-Diphenyl-
üln oxalin, welches schliesslich durch Erhitzen mit starker Salzsäure aufs>0o° n .
^. in Luteol verwandelt wird.
Das Luteol krystallisirt aus Alkohol in feinen, bei 246° C. schmelzenden,
Mirrürbaren, gelblichen Nadeln, die unlöslich in Wasser, schwer löslich in
. a «em Alkohol sind. Aetzalkalien und Alkalicarbonate färben das Luteol
tensiv gelb. Als Indicatorflüssigkeit verwendet man eine Lösung von 1 g
ute ol in 300 ccm Alkohol (drei bis fünf Tropfen ) — Autenrieth —.
ab,
/ CH=CH6 H 4 .( |
x -n=ch
Chinolin
Chinazoline und Dihydrochinazoline leiten sich von den nach-senden, dem Chinolin verwandten Verbindungen
,CH=N /CH 2 —NH
C 6 H 4 < | C 6 H 4 < |
X N------CH \N=CH
Chinazolin Dihydrochinazolin
Die Chinazoline sind beständige, ohne Zersetzung destillirende tertiäreäsen, welche durch Reduction (Natrium in alkoholischer Lösung) in Dihydro-ln azoline übergehen. Das Chinazolin selbst ist ein gelbes Oel. Das^■Methyl-Chinazolin ist eine gelbe, bei 35° C. schmelzende, bei 238° C.'ende Masse. Dasselbe entsteht beim Erhitzen von Acetyl-Orthoamido-n 2aldehyd mit alkoholischem Ammoniak auf 100° C. (Bischler, Lang):/CHO 7 CH=N
C 6 H 4 < -4- NH 3 = 2H 2 0 + C 6 H 4 < |
X NH—CO.CH 3 \n=C.CH 3
Orexinhydrochlorid: C 14 H 12 N, HCl -f2H?0, Phenyldihydro-
lr iazolinhydrochlorid, ist als Stomachicum arzneilich empfohlen. Zur
Stellung desselben lässt man zunächst Natrium auf eine Lösung von
d ° r Qianilid: C 6 H 5 . NH . CHO (s. S. 956), in Benzol einwirken und führt als-
j, na das hierbei gebildetete Natriumformanilid: C 6 H 5 . NNa . CHO , durch
^Mi-kung von Ortho-Nitrobenzylchlorid: C 6 H 4 (N0 2 )—CH 2 C1, in Ortho-
l 'obenzylformanilid über. Wird letzteres hierauf mit Zinn und Salzsäure
re( lücir
Welche;
lr t, so verwandelt es sich intermediär in Ortho-Amidobeuzylformanilid,
«oli ;
8 jedoch, unter Abspaltung von Wasser, direct in Phenyldihydrochina-
u (Orexin) übergeht
n6 /CH 2 —N.C 6 H 5C 8 a</
X NO CHO°"Nitrobenzylformanilid
/CH 2 —N.C 6 H 5C 6 H 4 < |
N NH 2 CHOo-Amidoverbindung
C 6 H
\
CH 8 —N.C 6 H 5
I
N=
=CH
Orexin.