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Terpineol, Kienöl. 1187
a Jeputöl. Auch im Campheröl, Erigeronöl, Kuromojiöl etc. kommt Terpi-
e °l> und zwar in flüssiger Form vor.
Künstlich wird -(- Terpineol bei der Einwirkung von concentrirter
e isensäure auf — Linalool, unter Abkühlung, erhalten, -J- Linalool liefert
nte r diesen Bedingungen —Terpineol. Geraniol 0 Terpineol (Stephan).
Das Terpineol bildet gewöhnlich eine dicke, in Wasser kaum lösliche
issigkeit von eigenthümlichem, angenehmem Geruch, welche bei 218 bis
C. siedet. Das specifische Gewicht beträgt bei 15° C. 0,940. Im reinen
Us tande ist das Terpineol, sowohl in der Rechts-, als auch in der Links-
' 3( l in der inactiven Form, je eine krystallinische, bei 35° C. schmelzende
asse , die auch in chemischer Beziehung keine Verschiedenheiten zeigt.
Wirkt Brom in abgekühlter Bisessiglösung auf Terpineol ein, so wird
as Bromid C 10 H 18 OBr 2 als schweres Oel erhalten. Letzteres geht bei der
ehandlung mit Silberoxyd, Bleioxyd oder alkoholischer Kalilauge in Pinol:
H l6 0, und in inactives Pinolhydrat: C 10 H 1B O 2 , über. DasPinol, welches
s Kebenproduct auch bei der Darstellung des Pinennitrosylchlorids (siehe
• H82) gebildet wird, ist ein farbloses, cineolartig riechendes, bei 183 bis184° n •„ , • siedendes, optisch mactives Liquidum von 0,942 specif. Gewicht bei
^- Mit Brom liefert es ein charakteristisches, bei 94° C. schmelzendes
ibi-omid: C 10 H 16 OBr 2 , welches durch Keduction mit Ziokstaub und Essig-
Ure (bei gewöhnlicher Temperatur) wieder in Terpineol übergeht. Das in-
a ctiv e Pinolhydrat: C 10 H 16 (OH) 2 , bildet nadeiförmige, bei 131° C. schmel-
rii? ^- r y stal ' e (Wallach). Das rechts- und das linksdrehende Pinolhydrat:
-H (OH) 2 , welche durch Oxydation von rechts- und linksdrehendem Terpen-
n °l durch Luft im Sonnenlichte entstehen, schmelzen bei 150° C. (Sobrero).
Mfi Erwärmen mit verdünnter Schwefelsäure liefern die Pinolhydrate Pinol.
Mit Wasserdämpfen ist das Terpineol flüchtig, jedoch schwerer als die
r pene. Chlorwasserstoff führt es in ätherischer Lösung in Terpentinöl-
ülh ydrochlorid:
l n Te
ebe »chuss wird es in Dipentenbromid: C 10 H 16 Br 4 (s. S. 1172), durch ver.
. n te Salzsäure oder Schwefelsäure bei gewöhnlicher Temperatur langsam
" T erpinhydrat: 0 10 H 16 + 3 H 2 0, verwandelt. MitKHSO 4 auf 180 bis 190°C.
l tzt, liefert das Terpineol Dipenten: C 10 H 16 , mit wässeriger Oxalsäure-
SUn g kurze Zeit gekocht, Terpinolen: C 10 H 16 (s. S. 1170). Bei vorsichtiger
ydation mit Kaliumpermanganat liefert das Terpineol das bei 121° C. schmel-
de Trioxyhydrocymol: C 10 H 20 O 3 . Bei der Oxydation mit Chromsäure
st lv letzteres die in monoklinen, bei 62,5° C. schmelzenden Pyramiden kry-
rj, a ll8 »'ende, ketonartige Verbindung C 10 H 16 ,O 3 , und bei weiterer Oxydation
er Penylsäure (s. S. 530).
Das flüssige Terpineol findet als „Fliederduft" für Parfümeriezwecke
Und mte "^ erwenc lung. F" r diese Zwecke wird Terpentinöl mit Essigsäure
2 . ein er geringen Menge Salzsäure, Salpetersäure oder Schwefelsäure einige
qio auf 30 bis 60° C. erwärmt, das hierdurch gebildete Terpineolacetat:
g i ■ O • C 2 H 3 0, alsdann mit Natronlauge verseift und das Terpineol
ls sslich durch fractionirte Destillation gereinigt (Schimmel u. Comp.).
v oiiT I>aS " 80 S enallnte Terpinol: (C 10 H 16 ) a -f H 2 0", welches durch Kochen
Uni e ^™hydratmit verdünnter Schwefelsäure oder Salzsäure nachWiggers
so ist entstehen und bei 168° C. sieden soll, ist kein einheitlicher Körper,
em ein Gemenge von Terpineol: C 10 H I8 O, Terpinen: C 10 H 16 , und anderen
er Penen (Wallach).
De as Kienöl: (Oleum pini) wird als Nebenproduct bei der trockenenation der harzreichen Wurzeln (bei Torgau und in der Lausitz) oder
C 10 H 16 . 2HCl, concentrirte Jodwasserstoffsäure beim Schütteln