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Prüfung des Leuchtgases.
auch von Schwefelwasserstoff, Schwefligsäureanhydrid und ander«? 11Stoffen. Nachstehende Zusammenstellung mag die Zusammensetzung'einiger Steinkohlengase illustriren:
Leuchtgas von
Heidelberg Königsberg
1872 1880
BlochinannjBlochmann
Dresden
1884Hempel
48,02
52,75
49,6
34,81
35,28
29,8
Kohlenoxyd.......
5,21
4,00
9,6
Schwere Kohlenwasserstoffe
7,12
3,39
5,0
2,40
3,18
2,6
Sauerstoff........
—
—
—
Kohlensäureanhydrid . . . |
2,44
1,40
3,4
Marburg
1897
49,431,2
Ueber das Gasglühlicht s. I. anorg. Theil, S. 494.
Prüfung. Das Leuchtgas sei frei von Schwefelwasserstoff (Prüfung n' 1Bleiacetatpapier oder Einleiten in Bleiacetatlösung) und enthalte nur sehr g e 'ringe Mengen von schwefelhaltigen Verbindungen (Schwefelkohlenstoff etc.)-Zur Bestimmung des Gesammtschwefels wird das Leuchtgas mit der acW'bis zehnfachen Menge Luft verdünnt, durch ein glühendes, Platinschwara' 11enthaltendes Platinrohr geleitet, die hei der Verbrennung gebildete Schwefel'säure durch Kaliumcarbonat, welches sich in demselben Bohre befindet, &sorbirt und schliesslich hierin bestimmt.
Zur quantitativen Bestimmung des Schwefelwasserstoffs U*Leuchtgase sauge man davon 25 bis 50 Liter mittelst eines als Aspirat 01wirkenden Gasometers langsam durch reine verdünnte Natronlauge, welcl' esich in zwei mit einander in Verbindung stehenden Kölbchen oderDrechsel 'sehen Waschflaschen befindet. Nach Beendigung des Versuches bringe man d ieNatronlauge in einen 100 ccm-Kolben, füge 10 cem 1 / 40 - Normal-As 2 0 3 -Lösu»S(s. I. anorg. Thl. S. 225) zu, säure die Mischung mit Salzsäure an und &V esie mit "Wasser bis zur Marke auf. Nach dem Absetzen des ausgeschiedene»As 2 S 3 filtrire man durch ein trockenes Filter in ein trockenes Gefäss, mes sevon dem Filtrat 50 cem ab und bestimme den noch vorhandenen Gehalt * nAs 2 0 3 durch Titration mit %„- Normal -Jodlösung (nach Uebersättigung ßö*NaHCO 3 , vergl. I. anorg. Thl. S. 225 u. 594). Aus der Differenz an As ä °(X 2, da nur 50 cem angewendet wurden) lässt sich dann leicht die Meng edes H a S berechnen:
As 2 0 3 -f 3H 2 S = As 2 S 3 -f 3H 2 0(198) : (102)
Zur Bestimmung der Leuchtkraft des Leuchtgases dienen ph 0 *" 0metrische Messungen, bei denen als Vergleichseinheit eine Normalkerze zGrunde gelegt wird. Die Photometer beruhen auf dem Princip, dass d 1Stärke der Erleuchtung oder die Lichtintensität sich umgekehrt verhält, *•das Quadrat der Entfernung von den Lichtquellen. Als Normalkerze die 0eine aus Paraffin, vom Minimalerstarrungspunkte 55° C. gefertigte, 20 mW lD)Durchmesser haltende Kerze, von der sechs Stück 500 g wiegen. Die Bö 11der Kerzenflamme muss 50 mm betragen. Das Licht von 1023 derartig eIKerzen entspricht dem von 1000 Normal-Wallrathkerzen, welche früher z"
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