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Physikalisches Praktikum : mit 366 eingedrukten Abbildungen
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Horizontalintensität.

Verankerungen des Bauwerkes selbst, durch die Gas- und Wasser-leitungen, durch maschinelle Anlagen. Besonders störend sind auchdie durch elektrische Leitungen (Bogenlampenkabel) verursachtenAblenkungen der Magnetnadeln. Da bei vielen magnetogalvano-metrischen Untersuchungen das umgebende magnetische Feld einengroßen Einfluß ausübt, so spielen namentlich die lokalen Störungender Horizontalintensität eine große Bolle; die Variationen dieser Größekann man durch verschiedene Methoden feststellen; wir behandeln nurdiejenige mit dem Schwingungsmagnetometer.

Prinzip. Wird ein in der Horizontalebene beweglicher Magnet-stab aus seiner Buhelage im magnetischen Meridian abgelenkt, so wirktauf ihn ein Drehmoment, welches gleich dem Produkte seines Stab-magnetismus M und der Horizontalkomponente ^ des Feldes ist; erführt Schwingungen aus. Die Schwingungszahl z ist

= c . \M . §;, und £jj,

CM

Ist während der Versuchsdauer M konstant, so verhalten sich also dieQuadrate der Schwingungszahlen an verschiedenen Orten wie die Größen§/i an ihnen.

Apparat. In einem eisenfreien, mit drei Stellschrauben ver-sehenen Gehäuse schwingt ein an einem Kokonfadenbündel hängendesMagazin von kräftig magnetisierten länglichen Stahllamellen in horizon-taler Kichtung. Der Aufhängefaden hängt in einer längeren Glasröhre,welche auf dem Gehäuse befestigt ist; das Stabmagazin trägt einenkleinen Spiegel, der durch ein Fenster hindurch beobachtet wird.

Übung. 1. Man setzt das Magnetometer auf eine Glasplatteund diese auf ein eisenfreies Stativ, stellt an den Fußschrauben solange, bis der Magnet frei schwingt und dreht das Gehäuse dabei so,daß der Spiegel gerade hinter dem Fenster steht.

2. Man richtet ein an einem Messing- oder Holzstativ befestigtesFernrohr gegen den Spiegel; das Stativ trägt einen vertikal verschieb-baren Querträger, auf dem eine Kerze in der Horizontalrichtung ver-schiebbar ist. Man stellt die Kerze so, daß man ihr Spiegelbild imFernrohre erblickt.

3. Man lenkt mit einem kleinen östlich oder westlich genäherten,nachher wieder weit entfernten kleinen Hilfsmagneten den Schwingungs-magneten aus dem magnetischen Meridian ab und bestimmt die Zahlvon Schwingungen, die in einer bestimmten Zahl von Minuten aus-geführt werden.

4. Dieselbe Übung wiederholt man an verschiedenen anderenStellen und womöglich auch außerhalb des Gebäudes an einem Orte,wo magnetische Störungen nicht vorhanden sind. Für diese letztereStelle bestimmt man §?, nach den dafür herausgegebenen Tafeln oderder magnetischen Karte und berechnet danach aus den Quadraten der

der