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Physikalisches Praktikum : mit 366 eingedrukten Abbildungen
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Schmelzpunkt.

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Bestimmung des Schmelzpunktes.

Methode I. Man beobachtet den Schmelzpunkt, die Temperaturdes Überganges aus dem festen in den flüssigen Zustand direkt.

Übung. 1. Man saugt die Substanz im geschmolzenen Zustandein ein dünnwandiges Kapillarröhrchen ein, das man dann unten ab-schmilzt, oder wirft in ein unten zugeschmolzenes dünnwandigesRöhi-chen die gepulverte Substanz. Besser biegt man das Kapillar-röhrchen U-förmig um und bringt die Substanz in die Biegung.

2. Man befestigt durch ein übergeschobenes Stückchen Kautschuk-schlauch oder einen Draht die Röhrchen an' einem Thermometer so,daß sich die Substanz neben der Thermometerkugel befindet.

3. Man taucht das Ganzein ein Becherglas, welches mitWasser, Paraffin oder Schwefel-säure gefüllt ist, und das manauf ein Stativ auf Asbestpappestellt. Man erwärmt und be-stimmt unter fortwährendemUmrühren die Temperatur beimSchmelzen und Erstarren derSubstanz; beim Übergänge ausdem festen in den flüssigen Zu-stand ändert sich meist das Aus-sehen der Glaswand.

Methode IL Man beob-achtet die Temperatur (® derKurve), bei welcher der Stand desThermometers sich beim Abküh-len eine Zeitlang nicht ändert.

Apparat. In einem weiten cylindrischen Gefäße A (Fig. 97), ambesten aus Metall, wird die zu untersuchende Substanz geschmolzen;das Gefäß A wird von zwei Drähten a und b getragen. In der Achsevon A ist durch Drähte « und ß ein engeres, unten geschlossenes undmit einer hochsiedenden Flüssigkeit, z. B. Ol, gefülltes Rohr B ein-gehängt, bzw. an das äußere Gefäß angebunden; in B ist das Thermo-meter t eingesenkt. Das innere Rohr ist so weit, daß es gerade dasThermometer aufnimmt, dessen Kugel es vor dem Zerdrücken beimErstarren der geschmolzenen Substanz schützt. Nach dem Schmelzenhängt man das Gefäß A mittels a und b in ein größeres Metallgefäß,das man event. in ein Gefäß mit Wasser einsetzt.

Übung 1.

etwa 260°.

1. Man bringt in das Gefäß Zinn und erhitzt bis auf

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