— 78 —
Merktafel.
1. Verwende nur Weine Proben, denn die Arbeit geht dadurch schnellervor sich, auch lassen sich damit Beobachtungen von chemischen Vor-gängen, namentlich das Eintreten von Niederschlägen besser anstellenals mit größeren Mengen.
2. Verwende nur verdünnte Säuren, sofern nicht ausdrücklich eine starkeSäure verlangt ist.
3. Versuche die Stoffe, falls sie bei gewöhnlicher Luftwärme unlöslichsind, durch Erwärmen (40 Grad) oder durch Erhitzen (70 Grad) zu lösen.
4. Erhitze die Proben nur im Probierglase oder im Porzellantiegel überfreier Flamme, unter die Kolben, Bechergläser und Porzellanschalenlege dagegen ein Drahtnetz.
I
16. Nachweis der Kationen.
gelben
Niederschlag von
Kalium.
1. Platinchlorid- Chlorwasserstoff gibt einenKaliumplatinchlorid K 2 PtCl 6 .
2. Weinsäure gibt einen weißen kristallinischen Niederschlag von saurem
weinsaurem Kalium CH(OH)COOH
I(Weinstein) GH(OH)COOK.
Natrium.
Kaliumpyroantimonat ruft in starken neutralen Lösungen einenWeißen, kristallinischen Niederschlag von saurem pyroantimonsauremNatrium Na 2 H 2 Sb 2 0 7 hervor.
Ammonium.
1. Platinchlorid-Chlorwasserstoff gibt einen gelben Niederschlag vonAmmoniumplatinehlorid (NH 4 ) 2 PtCl 6 .
2. Au» allen Ammoniumverbindungen wird durch Natriumlauge Am-moniak frei, das am Geruch sowie durch Bläuung von Lackmuspapierund Bräunung von Kurkumapapier zu erkennen ist.
Selbst die geringsten Mengen lassen sich durch Neßlers Reagens nach-
3. weisen.
Magnesium.
1. Ammoniak fällt aus seinen Lösungen weißes MagnesiumhydroxydMg(OH) 2 , das in Ammoniumsalzen löslich ist.