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Einführung in die Warenkunde : ein Buch für Schule und Geschäft ; mit 137 Figuren im Text, 4 Weltkarten ... und je 1 Karte Europas und des Deutschen Reiches
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18. Müllereierzeugnisse.

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blühen in den Boden hineinsenken und unterirdisch ausreifen. Diewalzenförmigen Früchte enthalten gewöhnlich 2 Samen, die derbgeäderte Fruchthaut zeigt dann eine Einschnürung. Die Samen ent-halten bis zu 50°/ 0 Fett (Arachisöl) und dienen meist geröstet alsNahrungsmittel. Hauptsächlich zur Ölgewinnung wird die Erdnuß inSüdamerika, Ostindien, China, Japan und auf den französischen Kolo-nien an der Westküste Afrikas angebaut.

Karoben sind die Hülsenfrüchte des in den Mittelmeerländern ge-zogenen Johannisbrotbaumes, ceratonia siliqua. Sie sind bis 20 cmlang, braun, flach und haben sehr fleischige Querscheidewände. Dassüße Fleisch unter der lederartigen Haut umgibt glänzend braune,harte Samen. Das Johannisbrot kommt in großen Fässern aus Italien,Sizilien, Dalmatien und Griechenland in den Handel. Man kaufe nurdickfleischige Ware.

OHuen sind die Früchte des in zahlreichen Spielarten angebautenÖlbaums, olea europaea. Die völlig reifen, ovalen Früchte sind violettbis schwarz. Das Fruchtfleisch ist im Reifezustande ein schlaffzelligesGewebe, von Fett und einer körnigen Masse erfüllt. Die Früchte wer-den teils frisch gegessen, teils kommen sie mit Salz und Essig ein-gemacht, in den Handel. Ihre Hauptverwendung ist die zur Gewin-nung des Olivenöles. Der Ölbaum ist in Vorderasien einheimisch, jetztwird er in allen Mittelmeerländern, sowie in Peru und Mexiko angebaut.

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13. Müllereierzeugnisse.

(Hehl ist die bei der Vermahlung gereinigten Getreides ge-Avonnene staubförmige Ware. Das Getreide erfährt nämlich vor seinerBenutzung als Nahrungsmittel eine Bearbeitung in der Mühle. Es gilt,die Schalen zu beseitigen und den Inhalt zu zerkleinern. (Seite 106.)

Müllerei. Beim Mahlverfahren einer Getreidemühle sind zweiverschiedene Arbeitsvorgänge auseinanderzuhalten, die Reinigung unddie Vermahlung des Getreides.

I. Reinigung. Für alle Vermahlungsarten ist die Reinigung die-selbe, weil die gründliche Entfernung aller fremden Beimengungen dienotwendige Voraussetzung für jedes kunstgerechte Mahlverfähren ist.Sie kann auf trockenem und nassem Wege erfolgen. Bei der allge-mein üblichen trockenen Getreidereinigung w*erden zunächst Staub.Sand, Ähren, Bindfaden, Holzstücke und dergleichen durch Siebe ausdem Getreide entfernt. Die Spelzen, die hohlen und minderwertigenKörner werden von einem durch den Sauglüfter erzeugten Luftstromherausgehoben und die Eisenteilchen schließlich werden mit breitenMagneten, über die man Getreide, einem fließenden Wasser gleich,hinweglaufen läßt, herausgelesen. Sodann gelangt das Getreide in die