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Einführung in die Warenkunde : ein Buch für Schule und Geschäft ; mit 137 Figuren im Text, 4 Weltkarten ... und je 1 Karte Europas und des Deutschen Reiches
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12. Südfrüchte.

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I

Cosenza-, Bari- und Agropolifeigen kommen als Korbteigen über dieNordseehäfen, auch über Triest oder Genua zu uns.

Kalamatafeigen sind auf Schnüre oder Halme gereiht (Kranzfeigen).Triester Feigen kommen aus Dalmatien und Istrien und werdenin Fässern versendet.

Bananen, Paradiesfeigen, sind tue gurkenähnlichen, beerenartigenFrüchte des Pisangs, musa sapientum. Sie kommen nur als Lecker-bissen zu uns, für viele Tropenländer sind sie, besonders die ,,Mehl-bananen", das wichtigste Nahrungsmittel. Die Pflanze vermehrt sichmeist nur durch Ausläufer und bildet aus den Blattscheiden einen bis10 m hohen Scheinstamm, der an der Spitze bis 4 m lange und etwa0,5 m breite Blätter und einen hängenden, kolbenartigen Fruchtstandmit bis '/ 3 m langen, 3 bis 4 cm dicken, kantigen Früchten von (eigen-artigem Geschmacke trägt.

Datteln sind die einsamigen, pflaumengroßen, beerenartigenFrüchte der Dattelpalme, phoenix dactylifera. Sie ist die wichtigsteKulturpflanze der Wüstengegenden Nordafrikas: Biledul-Djerid-Dattellandund Südwest-Asiens: Glückliches Arabien. Auf einem unverzweigtenStamme von durchschnittlich 18 m Höhe trägt sie einen Schopf bis 3 mlanger, gefiederter Blätter,Wedel", und mehrere Blütenstände. DieBlütenstände der weiblichen Bäume entwickeln je bis zu 200 Früchten,so daß die Ernte von einem Baume 250 kg und mehr beträgt.

Wichtige Handelssorten sind die grollen, dunklen ägyptischen ausNubien und die kleineren gelblichen aus Tunis, die vorzüglichsten gehenunter dem Namen Königsdatteln. Am besten bewahrt man sie inkühlen, trockenen Räumen ohne Luftdurchzug auf.

(Handeln sind die Samen des Mandelbaumes, prunus amygdalus,der sich vom Pfirsichbaum nur durch die Früchte unterscheidet. Sie

haben nämlich eine saftarme, lede-rige, zur Keifezeit aufspringendeFruchtschale. Der freiwerdendeSame, die von einem Steinkerneumgebene Mandel, ist länglich-eiförmig, bräunlich-gelb und mehroder minder zusammengedrückt.Sie ist von süßem oder bitteremGeschmacke. Die bitteren Man-deln erhalten ihren eigentümlichenGeschmack und Geruch von demGehalt an Amygdalin, das bei seinerZerlegung die sehr giftige Blausäureund Bittermandelöl bildet. Manbenutzt diese Samen als Gewürzeund zur Bereitung von Bittermandelöl, Bittermandelwasser und Mandelöl.Sie kommen meist von Algier oder aus Majorka.

Am meisten werden die eßbaren ßmandeln gebaut, besondersin Südeuropa und Nordafrika. Sie finden häufig Verwendung als feines

Bild 39. Frucht des Mandelbaume