11. Getreide.
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Aus dem Mehle wird besonders in Amerika Brot gebacken, doch istseine Verwertung zur Bereitung eines Maisbreies weit häutiger. Indieser Form bildet er als Polenta in Italien, als Mamaliga in Rumänien,als Paluchos in Siebenbürgen und als Atolli in Mexiko einen Nahrungs-brei. Die aus Maiskörnern hergestellte Stärke ist als Maizena be-kannt und wird in großen Mengen von Amerika nach Europa ver-frachtet.
Mais erzeugen in großen Mengen: die Vereinigten Staaten vonNordamerika (90 °, 0 der Welternte), Argentinien, Ungarn, Rumänien,Italien, Rußland. Die Welternte an Mais betrug 1904 842 und 1905891 Millionen dz.
Rei5 sind die Früchte der Reispflanze, oryza sativa, welche ihreHeimat in Ostindien und Südchina hat und eine der ältesten Kultur-pflanzen ist. Die Reispflanze hat sich im Laufe der Zeit über dieganze Erde, soweit diese ihr Fortkommen gestattet, verbreitet, undder Reis ist als allgemeines Nahrungsmittel des Menschen, ein Gegen-stand des Welthandels geworden. In Asien bildet er die heimischeVolksnahrung und ist etwa für die Hälfte der Menschen das Haupt-nahrungsmittel,
Die Reispflanze wird bis 1,5 m hoch, trägt wenige lineale Blätterund bildet mit ihren Blüten eine Rispe. Die Spelzen der Ährchensind bei einzelnen Spielarten unbegrannt, bei anderen mit feinen Grannenversehen. Die rohen Körner sind von gelb, rot bis dunkelbraun ge-färbten Spelzen umgeben Die vielen Spielarten der Reispflanze pflegtman je nach dem Standorte in zwei Gruppen, Bergreis und Sumpfreiseinzuteilen.
Bergreis wird nur in den Gebirgsgegenden Ostindiens, Chinas undJapans erbaut und ist in seiner Ertragsfälligkeit gering. Die Felder, aufdenen Sumpfreis gebaut wird, verlangen eine besondere, mühevolleKultur, vor allem müssen sie sich leicht be- und entwässern lassen,damit den Pflanzen während ihres Wachstums bei Wärme ein hoherWasserstand geboten oder bei starkem Winde und bei niedrigerTemperatur, wie auch zur Zeit der Ernte das Feld trocken gelegtwerden kann. Die geernteten Rispen werden ausgedroschen, vielfachläßt man sie auch durch Büffel austreten. In Amerika wird dieseArbeit durch Dreschmaschinen besorgt.
Der für den Handel bestimmte Reis wird meist in ungeschältemZustande als sogenannter Paddyreis nach den Hafenstädten gebracht.Hier oder in den europäischen Hafenplätzen werden die Körner aufbesonderen Mühlen von den Spelzen befreit. Der geschälte Reis wirddann auf Schleifmaschinen von der dünnen Fruchtsamenschale befreitund schließlich glatt und glänzend gemacht, wozu besondere Polier-maschinen dienen. In Säcken gelangt er in den Handel. Die Ab-fälle bilden das Reisfuttermehl.
Als Nahrungsmittel wird der Reis nur im unvermahlenen Zustandeverwendet, da er wegen seiner Armut an Kleber zum Brotbackennicht geeignet ist. Aus den beim Schälen entstandenen Bruch gewinnt