11. Getreide.
heiligten Pflanzen, und ihr Kaiser sät bei einem alljährlich wiederkehrenden Feste denSamen mit eigener Hand aus. Die Früchte der Kolbenhirse sind kleiner als die derRispenhirse.
Die Moorhirse, Kegerkorn, Durra, Guineakorn, sorghum vulgare, ist die Haupt-brotfrucht Afrikas und dient in Siebenbürgen, Ungarn, Dalmat.'en, Sudfrankreich zurBereitung von Mehl und als Futter für Schweine und Geflügel. Wegen ihres Blatt-reichtums wird sie bei uns als Futterpflanze angebaut. Die Rispen einiger Spielartenliefern sogenannte Reisbesen.
[11015, Welschkorn, Kuku-ruz, sind die Samen der Mais-pflanze, zea mays, welche ausMexiko stammt und die Haupt-brotfrucht auf der westlichenHalbkugel ist. Die Mais-pflanze ist einhäusig und hateinen 2 bis 3 m langen, mitMark erfüllten Stengel mitbreiten Blättern. An seinerSpitze befindet sich der Staub-blüten stand in Form einerRispe. Der Stempelblüten-stand ist ein Kolben, der inden Achseln der mittlerenStengelblätter angetroffen wirdund von der Blattscheide um-hüllt ist. Die nackten Früchtestehen in vielen Reihen um dieSpindel und sind verschieden,meist weil.!, gelb oder rot ge-färbt. Die dunkelgefärbtenund roten Maiskörner sindhärter, die weißen dagegenweicher und mehlreicher, sieeignen sich ganz besonders zurMehlgewinnung.
Maissorten. Man unter-scheidet:
1. nach der Samenkorn-form breit- und kleinkörnigen,Zahn- und Spitzkorn, Pferde-zahn- und Portmais,
'ränge-, violett-,
Bild 3-1. Mais.Pflanze, welche an der Spitze eine Rispe mitStaubblüten und unten Kolben mit Stempel-blüten trägt.
2. nach der Samenkornfarbe: weiß-, gelb-, rot-,braun-, schwarz-, gestreiftkörnigen und Bernsteinmais,
3. nach der Abstammung: badischen, ungarischenamerikanischen,
4. nach der Reifezeit: früh- und spätreifenden,•Cinquantino.
Der Mais wird zu Grieß und Mehl vermählen
steirischen undSeptembermais,auf Stärke und
Spiritus verarbeitet und als Futter für Schweine und Geflügel verwendet.