-
11. Getreide.
85
Bild 25. Roggenährchen
mit einer geöffneten rechten und einergeschlossenen linken Blüte.
Die Süßgräser
sind Kräuter oderunterirdisch-ausdau-ernde Gewächse mitknotig gegliedertemStengel. Die meistlinealischen Blätterhaben eine offeneBlattscheide. DieBlüten stehen inÄhrchen, die ein-oder mehrblütig sind.Bei einem Ährchenunterscheidet man,von außen nach innengehend, zwei Klap-pen am Grunde,zwei Spelzen unddie eigentlicheBlüte. Diese be-steht aus drei Staub-blättern (Reis hatsechs) und einemFruchtblatt. Die blei-benden Wurzeln, dieK r 0 n e n w u r z ein,stellen dicht gedrängt ^^^^^^^^^^^^^^^^^^
in reicher Anzahl die
Faserwurzel vor. Der Halm der Süßgräser schmeckt kurz, vor und nach der Blütesüß, das hat zu dieser Sonderbenennung Veranlassung gegeben. Der Halm ist rundund nur bei wenigen Arten zusammengedrückt, niemals aber dreikantig.
Beurteilung der Halmfrüchte. Gute Getreidekörner solle»reit, trocken, voll und bauchig, gleichmäßig in der Farbe, schwer, hart,dünnschalig und von Unkrautsamen, Spreu und Staub möglichst frei sein,
außerdem muß ihnen ein frischer
/
1. Klappen. 2. äußere be-grannte Spelze. 3. innere un-begrannte Spelze. 4. Staub-blätter. 5. Fruchtblatt mit zweifederartigen Narben.
Bild 26.
Getreidewage.
(Getreideprober).
(K. Voigt,Dresden.)
Geruch anhaften. Wenn man eineHandvoll Körner in der Hand festzusammendrückt und diese dannschnell öffnet, so bleibt feuchtesGetreide zusammengeballt, wäh-rend trockenes auseinanderfällt.
Da feuchtes Getreide zurSchimmelbildung neigt, zeigt esdumpfen Geruch und besitzt ge-ringe Haltbarkeit,
Zur Ermittelung des Hekto-litergewichtes dient die Getreide-wage. Mit dem Hektolitergewichtwird die Schwere des Getreidesangegeben; man versteht dar-unter das Gewicht eines Hekto-liters Getreide ausgedrückt inKilogrammen. Die Getreidewage