Amygdalin ist stickstoffhaltig und kommt in den bitteren Mandeln,in Kirschen, Pfirsichen und Aprikosen vor; unter dem Einfluß desaußerdem in den bitteren Mandeln enthaltenen Gärstoffes Emulsin wirdes in Glukose, Bittermandelöl und Blausäure zerlegt.
Solanin ist der giftige Bestandteil der Kartoffelkeime,
Myronsäure in den Samen des schwarzen Senfes; der gleichzeitigin diesem Samen enthaltene Gärstoff Myrosin trennt bei Hinzutritt vonWasser die Myronsäure in Glukose, Senföl und Schwefelsäure.
Hopfenbitter ist der Bitterstoff des Hopfens.
7- yCrbSäUrCtl besitzen zusammenziehenden Geschmack und sindbeispielsweise bei Heidelbeeren, Preißelbeeren, Holzäpfeln zu be-merken. Tierhaut vermögen sie in Leder zu verwandeln ; ihrewäßrigen Lösungen werden durch Eisensalze unter Bildung von gerb-saurem Eisenoxyd schwarz gefärbt, eine Erscheinung, worauf die Dar-stellung der Tinte und die Schwarzfärbung eisenhaltiger Weine beruht.Hierher gehören: Galläpfelsäure, Eichengerbsäure, Katechu-gerbsäure, Chinagerbsäure, Kaffeegerbsäure, Gerbsäure des,Quebracho holzes.
11. Getreide.
1. jtsllMjrÜChlC, Zerealien, heißen die Früchte gewisser angebauterSüßgräserarten: des Weizens, des Roggens, der Gerste, des Hafers,der Hirse, des Maises, des Reises, sowie einer Knöterichart, desBuchweizens. Zu ihnen gehören die unentbehrlichsten Nahrungs-mittel der Menschen. Der Weizen ist die vornehmste BrotfruchtEuropas, während der Reis in Asien, der Mais in Amerika und dieHirse in .Afrika die heimische Volksnahrung bilden. Die Bedeutungdes Getreides für die Menschen hat bewirkt, daß dem Ge-treide der vornehmste Platz im Weltmärkte eingeräumt werden muß.Wenn auch der Tiefstand der Preise im Hinblick auf die heimischeLandwirtschaft zu beklagen ist, so ist doch nicht zu verkennen, daß'die erreichte Ausgleichung zwischen fruchtbaren Ackerbau treibendenLändern und dicht bevölkerten Gewerbe treibenden eine gleich-mäßige Versorgung der Welt nach sich gezogen hat, und daß Miß-ernten in einzelnen Ländern oder in einzelnen Jahren im Welthandelkaum eine Rolle spielen. Teuerung und Hungersnöte sind durch diezeitliche und örtliche Ausgleichung der Preise im Getreidehandel aus-geschlossen.