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Einführung in die Warenkunde : ein Buch für Schule und Geschäft ; mit 137 Figuren im Text, 4 Weltkarten ... und je 1 Karte Europas und des Deutschen Reiches
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in. Chemische Erzeugnisse aus Kohle.

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gleich der Unterschied vom Petroleumbenzin ausgedrückt wird. Die

Handelsware enthält stets Toi

>1, einen gleichfalls im Leichtöl ent-

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haltenen Stoff. Benzol ist mit Alkohol und Äther mischbar, nichtaber mit Wasser, es wird, da es Harze und Kautschuk löst, hierzu,,sowie als Fleckwasser gebraucht. In der Technik wird es auf Nitro-benzol verarbeitet, aus dem dann später das Anilin, eine ölige farbloseFlüssigkeit, hergestellt wird. Das Anilin bildet mit den aus dem Toluolgewinnbaren verwickelt zusammengesetzten Verbindungen die Grund-lage einer Reihe von Teerfarben, die am längsten bekannt sind undAnilinfarben genannt werden.

Zu den Anilinfarben gehören das metallisch grün-schillernde Fuchsin,das zum Färben von Seide, Wolle, Papier, Leder benutzt wird, dasgrün schillernde Methylviolett, das gleichfalls in der Färberei und zurHerstellung von violetter Tinte gebraucht wird, und das kupferigschimmernde Anilinblau, das Malachitgrün und Anilinschwarz.

Phenol, Karbolsäure, besteht aus weißen Kristallen, die mitwenig Wasser verflüssigt werden können, und ist ein wesentlicher Be-standteil des Mittelöls. In 3 () ; Ü -Lösung ergibt es das bekannte Jvirbol-wasse r. Aus ihm werden die Salizylsäure und die PikxiüSäJU'e ge-wonnen. Pikrinsäure besteht aus hellgelben giftigen Knstallblättchenund ist gleichfalls ein Teerfarbstoff, der Seide und Wolle schön gelbfärbt. Die Salze der Pikrinsäure werden, da sie stark- explodierbarsind, als Sprengmittel (rauchschwache Pulver) verwendet,

Iaysol besteht aus Seife und dem aus Mittel- und Schweröl ge-wonnenen Kresol. Kreolin enthält statt Kaliseife Harzseife.

Dophialin besteht aus weißen, glänzenden Blättchen, die wegenihres durchdringenden Geruches als Mot tenschut z dienen. Es ist einwesentlicher Bestandteil des Mittelöls und scheidet sich beim Erkaltendaraus kristallinisch aus. Dieser Stoff ist für die Herstellung derPhtalsäure wichtig, aus der eine große Reihe von Teerfarben ge-wonnen wird. Von den hierher gehörigen Farbstoffen seien das Eosin,das sich mit schön rosaroter Farbe in Wasser auflöst und zur Her-stellung der roten Tinte dient, und der künstliche Indigo, der heuteimmer mehr den natürlichen verdrängt, genannt.

flnfhrazßn bildet in vollständig reinem Zustande weiße, violettschimmernde Blättchen. Es ward auf Alizarin, den schönen, roten Farb-stoff, der früher aus der Krappwurzel gewonnen wurde, verarbeitet.Aus Alizarin werden Alizarinblau, -braun, -gelb, -rot, Anthrazenbraun usw.gewonnen.

3.rZeUgniSSC aUS B raun ^0hle. Auch die Braunkohlen, seltenerTorf, werden der trockenen Destillation unterworfen; man spricht hiervon ,,Schwelerei", Sie ist im Gegensatz zur Destillation der Stein-kohlen durch die Gewinnung des Teeres bedingt. Zur Schwelereigeeignete Kohle muß reich an Bitumen sein, da aber derartigeKohle selten ist und sich in Deutschland nur in der Provinz Sachsenfindet, so ist dieser Industriezweig auch nur auf dieses Land beschränkt.Auch in Schottland wird sie betrieben, wo eine sogar zur Leucht