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Einführung in die Warenkunde : ein Buch für Schule und Geschäft ; mit 137 Figuren im Text, 4 Weltkarten ... und je 1 Karte Europas und des Deutschen Reiches
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9. Erdöl. Erdwachs, Erdharz. Kohle.

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Ausbeute" an Koke

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74 bis68 bis 74 "60 bis 68 °

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Beschaffenheit der Kok

dicht,

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mitteldicht, geflossen,

bröckelig,grusförmig.

1. Fettkohlen (Kokskohlen)

2. Backkohlen (fette Schmiede-

kuhlen)

3. Sinter kohlen (fette Gas-

kohlen)

4. Sand kohlen (trockene Kohlen) 50 bis 60 %,

Vorkommen der Steinkohle. Deutschland hat zwei Kohlen-becken, die den bedeutendsten der Welt zur Seite gestellt werdenkönnen, nämlich das rheinisch-westfälische und das ober-schlesische. Bedeutend sind ferner die Kohlenbecken in Nieder-schlesien, bei Saarbrücken und bei Zwickau. Abgesonderte Kohlen-gebiete sind bei Hänichen und im Plauenschen Grunde, am Deister-,Weser- und Süntelgebirge. Sie haben nur örtliche Bedeutung

Steinkohlenbriketts. Zur Herstellung der Briketts dient ge-reinigter und fein gemahlener Kohlenklein, der mit Steinkohlenpech,einem Rückstande der Teerdestillation, gemengt wird. Die Form-gebung geschieht in Pressen, die mit einem Drucke von 200 Atmosphärenarbeiten. Außer in Form von Ziegelsteinen werden sie auch in Eiform(Eierbriketts) abgesetzt.

Verbrauch im Zollgebiete. Für das Jahr 1904 ergeben sichfolgende Zahlen:

Erzeugung, Einfuhr, Ausfuhr, Verbrauch im ganzen, Verbrauch auf den Kopf.

121000000 t, 7000000 t, 18000000 t, 110000000 t, 1800 kg.

Großhandelspreise. Für deutsche und englische Steinkohlenwurden 1905, auf 1000 kg. bezogen, folgende Preise angegeben:

Niederschlesische Gas-, Stück- und Kleinkohle, Grubenpreis. Breslau.

Oberschlesische Gis- und Stückkohle, Grubenpreis. Breslau.

Stück- und Ausfuhrkohle, ab Werk. Dortmund.

Puddelkohle und gute fette Hörderkolile, ab Weik. Dortmund.

Flammkohle, ab Grube. Saarbrücken.

Fettkohle, Förderkohle, ab Grube. Saarbrücken.

West-Hartlcy Steamkoble, grobe, ab Bord. Hamburg.

Sunderland-Nußkohle, ab Bord. Hamburg.

Braunkohle ist von der Steinkohle in der Regel durch ihre brauneFarbe, immer aber durch den braunen Strich (Seite 5) unterschieden,sowie dadurch, dal'» sie, mit Atzkalilösung erwärmt, diese bräunt. Dadie Pflanzen, von denen die Entstehung der Braunkohle herzuleitenist. meist holzartig waren, und die Braunkohle einem jüngeren geo-logischen Zeitalter' angehört als die Steinkohle, so zeigt Braunkohlehäufig noch das Holzgefüge. Nach ihrer äußeren Beschaffenheit be-nennt man die einzelnen Arten der Braunkohle folgendermaßen:

Glanzkohle, tiefschwarz, glänzend, nicht abfärbend, ist als besteArt anzusehen.

Pechkohle, schwarzbraun bis pechschwarz, schwachglänzend, häufigmuschelig, ist gleichfalls sehr heizkräftig. Ihre glättfähige, zähe undvollkommen gleichartige Abart, Gagat genannt, findet zu Schmuck-sachen Verwendung.

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