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Practicum für Pharmaceuten : Analytische Uebungen und Präparate im Anschlusse an die "Einleitung in die chemische Analyse" und das Arzneibuch
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Maltosemenge wird stets zu hoch sein, da auch die Dextrineetwas reduzieren.

7. Dextrinbestimmung.

Man giebt zu 50 cc des aufs Fünffache verdünnten Bieres(s. o.) 15 cc Salzsäure (1,125 spez. Gew.) und erhitzt 3 Stun-den lang im siedenden Wasserbad am Ruckflusskühler, um dasDextrin zu invertieren. Die Flüssigkeit wird mit Na-tronlauge neutralisiert und auf 250 oder 300 cc aufgefüllt.In dieser Flüssigkeit bestimmt man nach Allilm die Dextrose(vgl. pag. 97).

Von der gefundenen Dextrosemenge ist die der gefun-denen Maltose entsprechende Menge Dextrose (Maltose X20 /i9 = Dextrose) in Abzug zu bringen; der Rest giebt mit0,925 multipliziert das Dextrin.

8. Stickstoffbestimmung nach Kjeldahl.

Man giebt 2025 cc Bier in einen ca. 150 cc fassendenRundkolben aus gut gekühltem Kaliglase mit nicht zu kurzemHalse, versetzt mit 12 Tropfen konz. Schwefelsäure unddampft ein. Zum Rückstande giebt man 20 cc reiner konz.Schwefelsäure, setzt 0,7 g Quecksilberoxyd zu und mischtdurch Umschütteln. Die Oeffnung des Kölbchens wird miteiner lose aufsitzenden, mit Stiel versehenen Glaskugel bedecktund dasselbe auf einem passenden Stativ in schräger Lage zu-erst gelinde, später bis zum Sieden der Schwefelsäure erhitzt.Anfangs tritt unter Aufblähen Verkohlung, hierauf reichlicheBildung von schwefliger Säure ein. Die Erhitzung ist solangefortzusetzen, dass die Flüssigkeit klar und farblos gewordenist. (Dauert etwa 34 Stunden.)

Der Stickstoff ist nun als Ammoniak, z. T. mit Queck-silber zu amidartigen Körpern verbunden, vorhanden. Manlässt erkalten, giesst den Inhalt des Kölbchens in eine 5600 ccfassende Kochflasche ab, spritzt die Glaskugel und das Kölb-chen mit Wasser nach und giebt zu der erkalteten, ca. l / 4 1betragenden Flüssigkeit 80 cc Natronlauge von 1,35 spez.Gew., 25 cc Schwefelkaliumlösung (40 g Kalium sulfuratumdepuratum im Liter) und einige Körnchen geraspeltes Zinkund destilliert sofort das Ammoniak in eine Vorlage mit1520 cc Normalschwefelsäure in bekannter Weise ab.Man titriert, wenn ca. 120 cc der Flüssigkeit übergegangensind, mit 1 /a Normal lauge zurück und berechnet aus den er-haltenen Daten das Ammoniak, resp. den Stickstoff.

9. Säurebestimmung.

20 cc Bier werden mit J /io Normallauge titriert unterVerwendung von Lackmus als Indikator. Die Säure wird inCC Normalalkali pro 100 cc Bier angegeben.

10. Asche.

3050 cc Bier werden in einer Platinschale eingedampftund eingeäschert.

11. Phosphorsäure.