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gelöste Gase (Kohlensäure, Sauerstoff) wohlschmeckendes Wasseraus tieferen Erdschichten, also von möglichst gleichbleibenderTemperatur zu wählen, das frei von Ammoniak und salpetrigerSäure sein und möglichst wenig Salpetersäure enthalten soll.Die Menge an anorganischen Stoffen kann innerhalb ziemlichweiter Grenzen schwanken; sie hängt zu sehr von den örtlichenVerhältnissen, von der Gebirgsformation, der das Wasser ent-stammt , ab, als dass sich richtige Grenzzahlen aufstellenHessen. (Vgl. z. B. Massanalyse, pag. 139.) Zu beachtenist besonders der Chlorgehalt: ist in einem untersuchten Wasserder Chlorgehalt höher, als nach der Gebirgsformation zu er-warten, d. h. als in normalen Wässern derselben Formation,so deutet das auf Verunreinigung durch Zuflüsse aus Senk-gruben, auf Verunreinigung mit Wasser hin, das mit Fäkalien,Küchenabfällen etc. in Berührung war.
Die organische Substanz, die aus dem Boden, durch schäd-liche Zuflüsse von Jauche u. s. w. in das Wasser gelangt, istpflanzlichen und tierischen Ursprungs. Die stickstofffreien Sub-stanzen werden allmählich oxydiert, die stickstoffhaltigen zer-fallen unter dem Einfluss von Mikroorganismen in Zersetzungs-produkte wenig bekannter Natur und werden schliesslich vonder Luft im Boden zu Kohlensäure einerseits, Ammoniak undSalpetersäure anderseits oxydiert. Salpetrige Säure kann ent-weder als intermediäres Oxydationsprodukt entstehen oder siebildet sich, was wahrscheinlicher, durch Thätigkeit von Bak-terien aus Salpetersäure zurück. Ist Ammoniak in einem Wassernachgewiesen, so ist noch in Zersetzung begriffene, stickstoff-haltige Substanz vorhanden, ebenso bei Anwesenheit von sal-petriger Säure. Solche Wässer sind deshalb unbedingt zu be-anstanden; ist nur noch Salpetersäure vorhanden, so ist dieorganische Substanz schon durchoxydiert: diese ist deshalbweniger bedenklich. Organische Substanz, Ammoniak, salpetrigeund Salpetersäure haben hauptsächlich symptomatische Be-deutung; sie beweisen, dass der durchflossene Boden ein gün-stiger Nährboden für Bakterien ist, die dann auch ins Wasserkommen und dies mit Krankheitskeimen infizieren können.
Gehen wir zur Verwendung des Wassers für tech-nische Zwecke über, so interessiert uns hier besonders dieBrauchbarkeit desselben als Kesselspeisewasser. Für dieBeurteilung eines Wassers bezüglich seiner Brauchbarkeit indieser Richtung kommt hauptsächlich die Härte desselben inBetracht. Hart nennt man ein Wasser, wenn es grosse Mengenvon Calcium- und Magnesiumsalzen enthält. SolchesWasser ist z. B. zum Waschen nicht zu gebrauchen, weil dieKalk- und Magnesiasalze mit den fettsauren Alkalien, der Seife,sich unter Bildung unlöslicher Kalk- und Magnesiaseifen um-setzen. Wasser dagegen, das arm an Kalk- und Magnesia-salzen ist, wird weich genannt.
Calcium und Magnesium sind in den Wässern als Bi-
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