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Formylphenylessigester bezw.
mit einer Doppelbindung, da sie 1 Mol. Brom addiren, und m uSSdaher die gleiche Structurformel:
C„H 5 • C(C0 2 • C 2 H 5 ): CH • 0 • CO • C„H 5besitzen.
Im sonstigen chemischen Verhalten sind keine Unterschiede zwiselidem a- und /3-Ester aufgefunden worden.
An der Hand dieses Thatsachenmaterials erscheint für den «-Estdie Formel des Oxymethylenphenylessigesters (Enol-Formel, s. S. «Formel II) wohlbegründet; die Fähigkeit zur Salzbildung, die Färbu n emit Eisenchlorid, die Reaction mit Phenylisocyanat, die Bildung ung esättigter Acyl-Verbindungen stehen mit dieser Formel durchaus im &klang.
Dagegen bietet die Aldo-Formel (vgl. S. 710 Formel I) keine g e 'nügende Erklärung für das Verhalten des ^-Esters. Befindet sich d*ihr zwar das Ausbleiben der Reaction mit Eisenchlorid und mit Phenyisocyanat im Einklang, so steht ihr die Existenz der /5-Salze doch edgegen — wenigstens wenn man es für wahrscheinlich hält, dass sirAldoformen in Bezug auf Acidität ähnlich wie Ketoformen verhalten'denn bei letzteren ist in analogen Fällen (vgl. Bei. II, Tb.. II, S. 24— 249, 255, 262, 277) Abwesenheit des Säurecharakters beobachtet'Auch hat die optische Untersuchung des /?-Esters ergeben, dass seiBrechungsvermögen nicht den Werth besitzt, den man von einer AW°"form erwarten sollte.
Man kann nun die Existenz von zwei Isomeren auch aus der En°*"Formel ableiten, da diese ja die Möglichkeit der Stereoisomerie bietet'
ch
H-C-OH
IIC s H,-0-CO-C—C.IL
und
OH—C—H
C 2 H 5 -0-CO-C-C 6 H 5
Allein eine Deutung des Isomerie-Verhältnisses in diesem Sinne, welchefür die isomeren Acyl-Derivate:
H—C—0-CO-0 6 H 6
liCHj-O-CO—C—C„H B
und
0 6 H 5 -CO-0-C-H
IICH..O-CO-C-CH»
wohl berechtigt erscheint, befriedigt wiederum für die nicht acylirteDEster nicht, da sie keinen Grund für das Ausbleiben der Eisenchlorid'Reaction beim /9-Ester einsehen lässt. Auch sollte man erwarten, dassvon zwei Verbindungen, die im Verhältnisse obiger Raumformeln stehen,eine wesentlich stabiler ist als die andere. Allein die wechselseitige 11Uebergänge der a- und /9-Ester geben uns keine Veranlassung, eine Fordals labil, die andere als stabil zu bezeichnen. Dass in der That beiioUebergang der beiden Formen ineinander nur sehr kleine Energie-änderungen stattfinden, zeigen die Werthe der Verbrennungswärme:sie werden für beide Isomeren fast gleich gefunden.