N>;
erhalten'rivnnoe C
Isocumarin.
705
* ^ Cer insäure — entsteht aus dem /j'-Napbtochinon durch Einwirkung, u unterchloriger Säure; diese eigentümliche Reaction 1 ist vielleicht
d Urch
Annahme der folgenden Zwischenstufen zu erklären:
C 6 H 4 <
.CO • CO
c.h/
\CH:CH^-Naphtochinon
.CO-OH
.CO • OH
C ß H,
\CH:CH-C0 0H
.CO-
0
^CH(OH)-CHCl-COOH
C G H 4 <
\CH(OH)-CH-CO-OH
ö-Lacton der Carboxy-Phenyl-glycerinsäure
Erhitzt man das eben genannte Lacton mit Salzsäure, so spaltetWasser ab unter Bildung einer ungesättigten Lactonsäure (Isocuma-Ocarbonsäure), deren Silbersalz bei der trockenen Destillation reich-lctl Isocumarin liefert:
C 6 H 4 <
.CO-
-0
CO-0
^CH(OH)-CH-C0 2 H
c 6 h/
XJH:C-C0 2 H
Isooumarincarbonsäure
—>-
.CO-0
C 6 H 4 < • .X!H:CHIsocumarin
In dem Isocumarin 2 — einem schön krystallisirenden, bitter
anleckenden Körper vom Schmelzpunkt 47° und Siedepunkt 285—286°
liegt das S- Lacton einer ungesättigten Alkoholsäure, der
^'tho-M-Oxyvinylbenzoesäure OH-CH:CH-C e H 4 -CO a H, vor. Vom
^arin (S. 672 ff.) — dem (J-Lacton einer ungesättigten Phenolsäure —
"^scheidet es sich durch die Geruchlosigkeit und besonders durch
I e grössere Beweglichkeit des Lactonsauerstoffatoms, welches leicht
ißi Erhitzen mit alkoholischem Ammoniak gegen die Imidgruppe unter
Udung des Isocarbostyrils:
c /CO-NH
X CH:CH
^getauscht wird.
M-it dem Isocumarin isomer ist das Methylenphtalid:
. C«^ CH 2
° ei chfalls das Lacton — aber ein /-Lacton — einer ungesättigtenikoholsäure, der Ortho-a-Oxyvinylbenzoesäure. Doch geht es beier Wasseraufnahme nicht in diese Oxysäure, sondern in die durch einen^dungswechsel daraus entstehende Ketonsäure (o-AcetyBenzoesäure):
bezw.
.C(OH):NC 6 H / |
X!H= CH
(Oxyisochmolin, s. Isochinolin-Derivate im 3. Buch)
.C(OH): CH 2C 6 H 4 /
\CO,H
C r ,H,
CO-CH 3C0 2 H
1 Bamberger u. Kitschelt, Ber. 25, 888, 1138(1892). — Vgl. Zincke, ebenda 399.
2 Bamberger u. Fkew, Ber. 27, 198 (1894).
Mrter u. Jacobson, org. Cliem. II. 4 ~> (März 02.)