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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1902) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Aromatische Allcoholsäuren.

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Siebenunddreissigstes Kapitel.Alkoholsäuren und Phenolalkoholsäuren.

Die aromatischen Alkoholsäuren Abkömmlinge des Benzols,e che i n ihrem Molecül zugleich Carboxylgruppen undalkoholisch"^ indene, also in Seitenketten befindliche Hydroxylgruppen enthalten,werden zweckmässig in zwei Klassen gesondert. Die erste Klassetass t solche Alkoholsäuren, bei denen die Hydroxylgruppen und Carbo-& ru ppen zu einer und derselben Seitenkette gehören, z. B.:C 6 H 5 CH(OH) C0 2 H, C 6 H 5 CH(OH) CH(OH) CO,H,C 6 H 5 .C(0H)(C0 2 H).CH 2 CO 2 H;^ zweiten Klasse gehören diejenigen Alkoholsäuren an, welche dieyüroxylgruppen und Carboxylgruppen auf verschiedene Seitenkettener theilt enthalten, z. B.:

/C0 2 HC 6 H 4 <

Man wird von vornherein erwarten, dass die Glieder der erstena sse in ü iren Bildungs- und Umwandlungs-Beactionen den aliphatischenysäuren von analoger Stellung der Hydroxyl- und Carboxyl-Gruppesstentheils entsprechen werden; denn sie sind ja nichts anderes alsen ylderivate dieser Säuren. Dagegen treten bei den Säuren dere iten Klasse eigenartigere Verhältnisse hervor.

Unter den aromatischen Alkoholsäuren finden wir im Vergleich zur

u Ppe der Phenolcarbonsäuren nur eine verhältnissmässig geringe Zahl

Verbindungen, welche zum Lebensprocess in Beziehung stehen

^ Mandelsäure S. 690, Tropasäure S. 692693). Es sind vielmehr

u synthetische Untersuchungen, welche weitaus das Meiste zur Kennt-

88 dieser Gruppe herbeigeschafft haben.

Ini Anschlu8s an die beiden eben bezeichneten Klassen der Alkohol-

. Uren werden im dritten Abschnitt dieses Kapitels die Phenolalkohol-

sa u -

Hyd

re n besprochen d.h. solche Säuren, welche sowohl alkoholischeroxylg rU pp en w ie auch Phenol-Hydroxylgruppen enthalten, z. B.:

OH-C a H,

CH 2 OHCO OH '

* Alkoholsäuren, deren Hydroxyl- nnd Carboxyl-Gruppeneiner und derselben Seitenkette angehören.

Die Phenylglykolsäure 1 C e H 5 -CH(OH)-C0 2 H ist die denkbar ein-taste Säure dieser Art. Sie wird gewöhnlich Mandelsäure genannt,

' Ausser den im Folgenden eitirten Abhandlungen vgl.: Schotten, Ztschr. f.p "ysiol. Chem. 8, 68 (1883). Ostwald, Ztschr. f. physik. Chem. 3, 272 (1889).