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Thiele's Theorie der Partialvalenzen.
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di
p. ese Formel an, so erscheint die Bildung der a-Hydropiperinsäure ausPerinsäure als das älteste Beispiel jener merkwürdigen, anscheinend
^gemein gültigen Erscheinung 1 (vgl. Bd. I, S. 518, 696; ferner im Ab-mitt C des 2. Buchs die Hydroderivate der Terephtalsäure), dass beiein System benachbarter Doppelbindungen („conjugirtes System"):
6 Edition von 2 H-Atomen nicht an einer einzelnen Doppelbindung,
s ondbi nd un
er u an den Enden des Systems unter Aufhebung beider Doppel-gen und Erzeugung einer neuen in der Mitte:
erfolgt.
/
CH-C=C-CrL
/
r '-"lese interessante Erscheinung, welche auf Grund unserer gewöhnlichen Structur-als i •• ^ urcnaus nicht vorauszusehen war, vielmehr bei Betrachtung derselbenthi" ?. * unerwartet bezeichnet werden muss, hat im Verein mit anderen Eigen-Unrt -urteil ,j er ungesättigten Verbindungen Thiele 2 neuerdings zur Aufstellungy e "°lguug einer neuen Anschauung über die Natur der ungesättigtenHa lnc * u ngen (vgl. Bd. I, S. 427 ff.) geführt. Thiele nimmt an, dass die soge-
Doppelbindung" zwar durch je zwei Affinitäten der beiden betheiligtenvermittelt wird, dass aber die Kraft dieser Affinitäten nicht völlig verbraucht' ielniehr an jedem der Atome noch ein Affinitätsrest— eine Partialvalenz —Man kann dies etwa durch die Schreibweise:
Ato me
bri § bleibt.
,R
-K
Val c ^ en > wobei die nach aussen gerichteten puuktirten Striche die „Partial-
zen" bedeuten. Auf dem Vorhandensein dieser unbefriedigten Partialvalenzen
t ev *t eb
Addi
en das Additionsvermögen der Verbindungen, deren Molecüle mehrfachegen enthalten. Den Additionsvorgang hat man sich so vorzustellen, dass der
end zuerst die Partialvalenz und dann einen vollen Affinitätsbetrag für sichbea nsprucht.
z. B.:
11
/
c/
II
H \
+ Br a - >C
WBr
H.
• H
Br
/H
W \ | X H■
Br Br
hi h cn das °ben hervorgehobene Verhalten eines Systems conjugirter Doppel-
üuu ngen w . rd ^^ ^^ zw ^^ weiteren Annahme geführt, dass bei directeT
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Vgl. : Baeyer, Ann. 251, 278 (1889). — Baeyeb u. Rufe, Ann. 256, 1 (1889)
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, Ber. 24, 85 (1891). — Erlenmeyer jun., Ann. 316, 43 (1901).'Segen: Doebneb, Ber. 35, 1140 (1902)." Ann. 306, 87 (1899).
Vgl.