Bildimgsweisen (Kolbe'sehe Beaetion).
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,, Alumimuinchloridreactionen (vgl. S. 531) sind auf die Phenole
■g st nicht direct anwendbar, weil die Reactionsfähigkeit der freien
yaroxylg rU pp e s tö r t ; dagegen können die Alkyläther der Phenole mit
1 er Hülfe sehr glatt in Phenoläthercarbonsäuren verwandelt werden 1 , z. B.
C 6 H s -0-CH 3 + C1-CO-NIL, = NH 2 -CO-C 6 H 4 -0-CH 3 + HCl .
Von ganz besonderer Wichtigkeit aber ist die Möglichkeit, Carboxyl-
^ lu Ppen durch Einwirkung der Kohlensäure selbst direct in die Phenole
tjii hren z u können. Es gelingt dies, wie Kolbe 2 fand, in äusserst glatter
ea ction durch Erhitzen der trockenen Alkaliphenolate im Kohlen-
Saul 'estrom:
2C 6 H 6 -ONa +C0 2 = C 6 H 4 (ONaXC0 2 Na) + C 6 H 5 -OH.
later zeigte R. Schmitt 3 , dass die Reaction in zwei Phasen zerlegt
^ rden kann; leitet man nämlich bei gewöhnlicher Temperatur trockene
Wensäure über trockenes Natriumphenolat, so entsteht phenylkohlen-
^ re s Natrium C < ,H.-0-CO„Na, welches sich beim Erhitzen unter Druck
, ^20 —130° in o-oxybenzoesaures Natrium C ß H 4 (C0 2 Na) • OH umlagert
§'■ S. 364). Die KoLBE'sche Synthese — in der ursprünglichen Form
er in der nach Schmitt modificirten Form — führt bei Anwendung
r Natriumphenolate zu Ortho-Oxysäuren und dient zur technischen
^"Stellung der Salicylsäure und einiger anderer Ortho-Oxysäuren.
e ndet man Kaliumphenolate an, so gelingt mit ihrer Hülfe zuweilen
. Uc h die Gewinnung von Para-Oxysäuren (vgl. S. 635 — 636). Dagegen
der Eintritt der Carboxylgruppe in Meta-Stellung zur Hydroxylgruppe
le öials beobachtet. Ein Beispiel der Einführung mehrerer Carboxyl-
§ru Ppen s. S. 660.
. Noch leichter erfolgt der Eintritt der Carboxylgruppe in mehr-^thige Phenole. Senhoeee und Beunnee 4 zeigten, dass hier Erhitzener Phenole mit eingr wässerigen Lösung von Ammoniumcarbonat oderMeieren Alkalihydrocarbonaten ausreicht, z.B.:
C 6 H 4 (OH) 2 + NH 4 -0-CO-OH = C 6 H 3 (OH) 2 -CO.O-NH 4 + H 2 0
B
ei Phenolen, welche zwei Hydroxylgruppen in Meta-Stellung enthalten,fertigt schon Erwärmung im offenen Gefäss 6 , während sonst Erhitzen»toter Druck auf 120—140° nothwendig ist (vgl. S. 414).
1 Leuckabt u. Schmidt, Ber. 18, 2339 (1885). — Gattermann u. Hess, Ann. 244,01 (1888). — Gattebmann, Ber. 32, 1120 (1899).
2 Kolbe u. Lautemann, Ann. 113, 126 (1859); 115, 201 (1860). — Kolbe, J. pr.
95 (1874). — Habtmann, J. pr. [2] 16, 36 (1877). — Vgl. auch Oddo u.
12.1 10
Manuel,, Chem. Centralbl. 1901 II, 11 56^1902 1, 312.
8 J. pr. [21 31, 397 (1885). — Vgl. auch Hentschel, J. pr. [2] 27, 39 (1883).
4 Sitzungsber. d. Wiener k. Acad. d. Wissenschaften II. Abth. 80, 504 (1879).Monatsh. 1, 236, 468 (1880); 2, 448, 458 (1881).
5 v. Kostanecki, Ber. 18, 3202 (1885).