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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1902) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Phtalonitril, Tetrachlorphtalsäure.

des

In grösstem Massstab wird das Phtalimid zur Zeit technischreitet, um durch Behandlung mit alkalischer Chlorlösung in die AntW 1nilsäure (S. 575) übergeführt zu werden, welche zur Gewinnungkünstlichen Indigos dient.

Darstellung von Phtalimid und Phtalimidkalium: Man löst r»*Säureanhydrid in Ammoniak, verdampft die Lösung und schmilzt den Kückstanceiner mit Trichter bedeckten Schale zusammen, so lange noch Wasser entweic80 g des so bereiteten Phtalimids löst man in ca. 1600 ccm absolutem Alkoho 1vermischt die heisse Lösung mit der berechneten Menge alkoholischen Kalis;nunmehr ausfallende Phtalimidkalium muss bald abfiltrirt werden, damit siclinicht phtalaminsaures Kalium beimengt. ,

Darstellung von Bromäthylphtalimid C 8 H 4 (CO) 2 N CH 2 CH 2 Br 9 ßBeispiel der Gabriel 'schen Phtalimidreaction: Man erhitzt ein Gemisch100 g Phtalimidkalium und 300 g Aethylenbromid unter Eückfluss bis zum lebhaSieden des Aethylenbromids im Oelbade (150170°), bis ein gleichmässiger ° nlscheinender Syrup entstanden ist. Nach dem Abkühlen auf 100° treibt nia' 1unveränderte Aethylenbromid (ca. 200 g) durch Wasserdampf ab. Das rückstäiK igProdukt wird nachdem es einmal aus ca. 150 ccm 96 °/ 0 igem siedendem AI' 10umkrystallisirt ist in ca. 240 g siedendem Schwefelkohlenstoff gelöst, we ^!reine kleine Menge (ca. 8 g) Aethylcndiphtalimid C 6 H 4 (CO) 2 N-CH 2 -CH 2 -N(CO),A u

ungelöst lässt, während beim Erkalten der Schwefelkohlenstofflösung ca. 93 gäthylphtalimid auskrystallisiren.

Für das Phtalimid sind zwei Formeln:

liroi»-

I. C ß H,

>0

,C(X /C(: NH\

x >NH IL C 6 H /

N C(K \CO------/

denkbar. Während man das Phtalimid selbst nur in einer Form kennt, sind ausden substituirten Phtalimiden, welche aus Phtalimidkalium oder durch Destill*" 1der phtalaminsauren Aminsalze entstehen, noch isomere substituirte Isop' 1 'imide 1 bekannt, welche im Gegensatz zu den substituirten Phtalimiden V' äscheinlich der Formel II entsprechen. Sie entstehen aus den Phtalalkylamins» 111durch Einwirkung von Acetylchlorid, z. B.:

C»H,

,CO-NH.CH sM30-OH

- H 2 0 = C 6 H 4 <

>0.

Phtalonitril 2 C 6 H 4 (CN) 2 (1.2 Dieyanbemen) schmilzt bei 140141° und ' ötgeruchlos.

Unter den Kernsubstitutionsprodukten der Phtalsäure sind die Tetrhalogenderivate 3 erwähnenswert. Die Tetrachlorphtalsäure C 6 C] 4 (C0 2 H)2 wU1

1 Hoogewerp u. v. Dorp, Ree. trav. chim. 13, 93 (1894). v. ». Meü^'ebenda, 15, 286, 323 (1896). Vgl. auch Kuhara u. Fukui, Am. ehem. Journ- 2 °'454 (1901).

ä Pinnow u. Sämann, Ber. 29, 630 (1896). Posner, Ber. 30, 1698 (189V)-3 Graebe, Ann. 149, 18(1869); 238, 318 (1887). Claus u. Spruck, Ber. 1 5 >1401 (1882). Blümlein, Ber. 17, 2493 (1884). Gesellsch. f. ehem. Ind. D. R.-P a< "32564; vgl. Friedländer, Fortschr. d. Theerfarbenfabr. I, 318 (Berlin 1888). ~~Claus u. Wenzlik, Ber. 19, 1166 (1886). Zinoke u. Günther, Ann. 272, 26(1892). Kupp, Ber. 29, 1633 (1896). Graebe u. Buenzod, Ber. 32, 1994 ß^ 91