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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1902) Einkernige isocyclische Verbindungen
Entstehung
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574
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I

n lii |l " t 'man beendigt die Beaction durch vorsichtiges, gelindes Erhitzen, das man so

fortsetzt, bis die Nitrosäureu sich als ölige Schicht über dem Kaliumbisulfet (

schieden haben. Nach dem Erkalten trennt man diese krystallinisch erstarrte >- c

der Nitrosäuren von der Salzmasse. Nachdem man das Gemisch der Niti' os!l ^

zunächst durch zweimaliges Schmelzen mit etwas Wasser gereinigt hat, löst ffl

in dem 20-fachen Gewicht siedenden Wassers auf und neutralisirt es mit he

coneentrirten Barytwasser; hierdurch fällt das Bariumsalz der Meta-Säure

während die Bariumsalze der Ortho- und Para-Säure in Lösung bleiben. Naß' 1 '

Abfiltriren und Auswasehen zerlegt man das noch durch Bariumsulfat verum'

einig' 6

Bariumsalz der Meta-Säure durch Salzsäure, löst die so erhaltene freie Metabenzoesäure in Sodalösung, filtrirt vom ungelöst gebliebenen Bariumsulfat undsie aus dem Filtrat wieder durch Salzsäure. .,

Durch weitere Nitrirung der m-Nitrobenzoesäure entsteht die «Dinitrobenzoesäure C 6 H 3 (N0 2 ) 2 -C0 2 H. Durch Oxydation des 2.*Trinitrotoluols mit Salpeterschwefelsäure bei 150200° erhält man2.4.6-Trinitrobenzoe'säure, welche beim Schmelzen oder beim Erb"mit Wasser Kohlendioxyd abspaltet und in Trinitrobenzol übergen 1 '

wird seit kurzer Zeit technisch gewonnen. Diese Säuren zeigen

eige»'

thümliche Farbenerscheinungen beim Zusammenbringen mit Alkali;giebt die 3.5-Dinitrobenzoesäure mit 1 Aequivalent Alkali eine farbl" >mit mehr verdünntem Alkali eine gelbrothe, mit sehr viel ConcentrinAlkali aber eine tief violette Lösung, welch' letztere beim kurzen Steli elassen wieder farblos wird; alle diese Lösungen geben beim Ansä

,ueru

also

wieder die unveränderte Säure; die gefärbten Lösungen enthaltenwohl basische Salze, bei deren Bildung vielleicht die von negati(Gruppen eingeschlossenen Wasserstoffatome des Benzolkerns gegen M eausgetauscht werden (vgl. auch Trinitrobenzol S. 150).

Die Schmelzpunkte der Nitrobenzoesäuren und ihrer Amide, s0 ^die Literatur vgl. in der Tabelle Nr. 62 auf S. 566.

D. Amido-Derivate.Die Amidobenzoesäuren C 0 H 4 (NH 3 )-CO 2 H können durch Keducti 0 ^der Nitrobenzoesäuren gewonnen werden; für die Darstellung der M eAmidobenzoesäure ist dieser Weg sehr bequem, da die m-^"benzoesäure (vgl. S. 573) leicht zugänglich ist. Die Para-Anii dbenzoesäure gewinnt man besser, indem man p-Acettoluidid JlKaliumpermanganat oxydirt (vgl. S. 222) und die entstehende p-AceWamidobenzoesäure durch Kochen mit Salzsäure verseift:

CH 3 .C 6 H 4 .NH-CO.CH 3^ C0 2 H-C 6 H 4 -NH.CO.CH 3

C0 3 H-C 6 H 4

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Namentlich ihrer Beziehungen zum Indigblau wegen hat die OrtnAmidobenzoesäure vielfach Interesse erregt. Sie ist zuerst »ufKochen von Indigo mit Kali : gewonnen worden und erhielt in dälteren Untersuchungen, als ihre Beziehungen zur Benzoesäure ß°

1 Fritzsche, Ann. 39, 83 (1841). Liebig, ebenda, 91.