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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1902) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Orlho-Jodoso- und Jodo-Benzoesäure.

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. v on grossem Interesse ist die Ortho-Jodosobenzoesäure 1 C 7 H 6 J 0 3f u , rse ^ s ) weil in ihr zuerst einJodoso"-Körper (vgl. S. 126) aufge-Q j en wurde, andererseits, weil sie aus der Orthojodbenzoösäuresel]^ QUr durCÜ Verwandlung in das Jodidchlorid und Zersetzung des-^. en mit Alkali, sondern auch und zwar weit bequemer durchSa 6Cte Oxydation mittelst rauchender Salpetersäure oder kochender rer Kaliunapermanganatlösung entsteht. Sie krystallisirt aus Wasserolii atla sglänzenden Blättchen, schmilzt oberhalb 200° unter ZersetzungHch 6 ^ eräuscn . ist in kaltem Wasser und Aether äusserst schwer lös-a , ' scheidet aus Jodkalium Jod, aus Salzsäure in der Wärme ChlorBi ] U . S e lit dabei in o-Jodbenzoesäure über und wird in ammo-ö , a "8cher Lösung von Zinkstaub zu Benzoesäure reducirt. Ihre Säure-o , r ls t nur schwach ausgeprägt; zwar löst sie sich in Alkalien undSal a ^ intensiv gelber Farbe, wird aber aus der Lösung des Barium-Wf' 5eS ^ Urc n Kohlensäure vollständig ausgefällt und zeigt eine elektro-

, e Dissociationsconstante, welche viel kleiner als diejenige dertiii ae ^ 8 t en Carbonsäuren ist. Es erscheint daher neben der amj. J sten liegenden Formel I, bei deren Annahme die schwach saureg Ur durch die basischen Eigenschaften der JodosogruppeJO (vgl.

' ^>) zu erklären wäre, auch die Formel II sehr möglich, nachclle r die o-Jodosobenzoesäure eine Carboxylgruppe überhaupt nicht

öieh

r enthalten würde:

C 6 H 4

\

.CO-OHJO

,CO

II.

\o

-OH

1)

kilbersalz bildet einen gelben, nach dem Trocknen äusserst ex-O dosobe

I lv en Niederschlag. Auch mit Salzsäure und Salpetersäure bildet"" Benzoesäure Verbindungen. Durch Erwärmen mit Essigsäure-

Plo

Joq

ai %drid liefert sie ein Acetylderivat (Schmelzpunkt 166167°).

p Gehandelt man die o-Jodosobenzoesäure mit warmer alkalischer

ßianganatlösung, so wird ein Theil zur o-Jodbenzoesäure reducirt,L m anderer Theil zur o-Jodobenzoesäure 2 C 0 H 4 (JO 2 ) (C0 2 H) oxydirt.alt . ere Säure wird bequemer durch Einwirkung von Chlor auf die

absehe Lösung der o-Jodosobenzoesäure erhalten, bildet weisse bisJ 5 'gelbe Nadeln, zersetzt sich bei 233° unter Explosion mit scharfem

a ü, wird bei monatelangem Aufbewahren partiell zersetzt, zeigt ime §ensatz zur Jodososäure stark saure Eigenschaften und wird durch

r

g * V. Meyer u. Wächter, Ber. 25, 2632 (1892). Askenasy u. V. Meyer,J T - 2 6, 1357 (1893). Hahthann u. V. Meyer, Ber. 26, 1730 (1893). V. Meyer,ß «nda, 2119. Gümbel, ebenda, 2473. Farbwerke Höchst a./M., Ber. 26 Ref.,p 8 ' 732 (1893); 27 Ref., 55 (1894). Willgerodt, J. pr. [2] 49, 466 (1894).Person, Journ. Soc. 69, 1007 (1896).

2 Hartmann u. V. Meyer, Ber. 26, 1727 (1893); 27, 1600 (1894).