bei welchen gleichfalls die Ursache der Desmotropie nicht mehrhanden ist. Es empfiehlt sich, nach einem Vorschlage von w EBdiese Verbindungen, deren Structur eindeutig als dem Oxirntyp" 8gehörig bestimmt werden kann, auch in der Benennung als „D erl •der Benzhydroximsäure" zu kennzeichnen. Die Isomeriefälle, die ^diesen Benzhydroximsäurederivaten beobachtet sind, erscheinen anader Isomerie bei unsymmetrischen Ketoximen und können im SinneHANTZscH-WEENEB'schen Theorie (vgl. S. 502ff.) stereochemiscbdeutet werden, z. B.:
der
C 6 H 6 —C-O.C.IL
I!
N—OH
C 9 H 5 -C-0-C 2 H 5IIN—O.CO.C.H.
und
und
C 6 H 5 -C-
OH-NCA
-O-CH,
-C-O.C.H.
C 6 H 5 .CO-0-N
Benzhydroxamsäure C 6 H 6 -C0 2 NH 2 wird am bequemsten durch Einwi" 1von Hydroxylamin in alkoholischer Lösung auf Benzoesäureäthylester bei Gregeovon Natriumäthylat erhalten. Sie bildet farblose Blättchen, schmilzt bei 184-^*zersetzt sich bei höherer Temperatur plötzlich und stürmisch, löst sich in 44* 5 * .^Wasser von 6", sehr leicht in Alkohol, reagirt sauer und giebt mit Eisend 11einen dunkelrothen Niederschlag, der sich in überschüssigem Eisenchlorid mit dun»kirschrother Farbe auflöst. Ihr Aethyläther (vgl. S. 559) schmilzt bei 64— 6 " '
Dibenzliydroxamsäure C„H 5 • CO • NH • 0 • CO • C 6 H 5 bezw. C 6 H 5 • C(OH): N' £'CO-C 6 H 3 (Benzhydroxamsäurebenzoylester) entsteht neben Benzhydr° x ,säure bei der Einwirkung von Benzoylchlorid auf Hydroxylamin, ferner "Benzoylirung von Benzhydroxamsäure. Sie schmilzt bei 159°, ist in Wasser K ain kaltem Alkohol ziemlich schwer löslich und reagirt sauer. Durch überschüssigAlkali wird sie in Benzoesäure und Benzhydroxamsäure gespalten. Die Lösungneutralen Alkalisalze dagegen giebt beim Stehen oder Erwärmen neben BenzofesaKohlensäure und Diphenylharnstoff:
C 6 H 5 -C—OH
2 + H 2 0 = 2C 6 H 5 .CO-OH + (C 9 H 6 -NH)jCO + C0 2 ;
C 6 H 6 -CO-0-N
diese eigenthümliche Beaction erscheint verständlich, wenn man annimmt,durch eine BECKMANN'sche Umlagerung (vgl. S. 505—506) der Benzhydroxamsäure ■C 6 H 5 -C-OH OH-C-OH
II — >- || = C 8 H,.N:CO+H,0
OH-N C.H.-N
Phenylisocyanat entsteht, das sich mit Wasser zu Diphenylharnstoff umsetzt (vgS. 195):
2C 6 H 5 .N:CO + H s O = (C 3 H 5 -NH) 2 CO + C0 2 .
Beim Erhitzen zerfällt Dibenzhydroxamsäure thatsächlich grösstentheils in Phe n >isocyanat und Benzoesäure:
C 6 H 5 -C-OH C 6 H 5 -C0-0—C-OH
II -+■ II = C 9 H 5 .CO-OH
C 6 H 5 -CO-0—N C 6 H 5 -N +C 6 H 5 -N:CO-
Das Silbei-salz liefert durch Einwirkung von Aethyljodid neben einander zwe 1 '