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Eigenschaften und Verwendung der Benzoesäure.
Benzoesäure bildet farblose, biegsame, atlasglänzende Nadeln oSchuppen, schmilzt 1 bei 121—122°, siedet 2 bei 250°, beginnt aber scb 0 ^bei viel niedrigerer Temperatur zu sublimiren und ist mit Wasdämpfen leicht flüchtig. In reinem, krystallisirten Zustand ist sie nah egeruchlos 3 , während der Harzbenzoesäure und Harnbenzoesäure el 8
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artige Gerüche anhaften, die von Verunreinigungen, welche der vStellung entstammen, herrühren. Die Dämpfe der Benzoesäure v61i ,zum Husten. Benzoesäure löst sich 4 in 640 Thln. Wasser von 0°, rellieh in siedendem Wasser.
Man verwendet die Benzoesäure als Arzneimittel; hierfür soll anur die direct durch Sublimation aus Siambenzoeharz gewonnene Benzsäure benutzt werden, welcher noch kleine Mengen gewisser chararistischer, angenehm aromatisch riechender Beimengungen 5 ann^ 1Auch für die Farbenindustrie besitzt die Benzoesäure Bedeutung; S eV1 .Mengen werden als Hülfsmittel für die Darstellung des Anilin"* 8(s. dort) verbraucht; ausgedehnte Anwendung findet Benzoesäure ,Darstellung von Anthragallol (s. dort); die hierfür benutzte Säure wlaus Toluol dargestellt (s. S. 537). Im Laboratorium benutzt man sehäufig Benzoesäure oder ihre Derivate als Ausgangsmaterialien unddient sich hierbei gleichfalls des aus Toluol gewonnenen Präparats-
Die Salze 6 der Benzoesäure werden „Benzoate" genannt; die Benzoat eAlkalien und alkalischen Erden sind in Wasser leicht oder ziemlich leicht i° sihre Lösungen geben mit Eisenchlorid einen voluminösen röthlichgelben -N 1schlag des Perribenzoats. .
Eine Anzahl von Methylhomologen der Benzoesäure ist inTabelle Nr. 60 auf S. 539 zusammengestellt. In der Nomenclatur deselben ist man bisher sehr inconsequent gewesen. Man wählte hau oNamen, welche an den Namen des um ein Kohlenstoffatom ärmerKohlenwasserstoffs anklingen, der durch Carboxylabspaltung aus dertreffenden Säure entstehen würde, z. B.:
CH 3 .C a H 4 .C0 2 H (CH 3 ) 3 C 8 H 8 .C0 2 H
Toluylsäuren Xylylsäuren;
andererseits aber bezeichnete man namentlich solche Monocarbonsäure 'die durch Oxydation aus einem Kohlenwasserstoff mit mehreren Me>Wgruppen erhalten waren, mit Namen, welche die Beziehung zu diesegleich kohlenstoffreichen Kohlenwasserstoff angeben, z. B.:
(CH 3 ) 2 C 6 H 3 • C0 2 H (CH 3 ) 3 C 6 H 2 • CO a H.
Mesitylensäure Durylsäure
1 Vgl. Eeisseet, Ber. 23, 2244 (1890).
2 Kopp, Ann. 94, 303 (1855).
3 Vgl. dazu Passy, Compt. rend. 118, 481 (1894). ,j
4 Ost, J. pr. [2] 17, 232 (1878). — Bouegow, Ann. eh. [5] 15, 168 (1878). B u '29, 245 (1878).
5 Vgl. Archiv f. Pharm. 231, 507 (1893).
6 Vgl. Sestini, Bull. 13, 488 (1870).