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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1902) Einkernige isocyclische Verbindungen
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482
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Benzaldehyd ist eine farblose, intensiv bittermandelartig rieche 11 'mit Wasser nicht mischbare, ölige, stark lichtbrechende Flüssig ke 'welche bei13-5° erstarrt 1 ; er siedet 2 unzersetzt bei 180°, bes 1das specifische Gewicht 3 1-050 bei 15° und löst sich selbst in 300 Tb''Wasser noch nicht vollständig*. Schon beim Stehen an der Luft oxydir 1sich allmählich zu Benzoesäure; setzt man ein Gemisch von Benzaldeß)und Essigsäureanhydrid, welchem durch Anrühren mit Sand oder dergeine grosse Oberfläche gegeben ist, der Luft aus, so erfolgt unter gl e1 ^zeitigem Auftreten von Ozon Oxydation zu Benzoylsuperoxyd 5 iy^.CO) 2 O a (vgl. S. 547). Eine Lösung von Benzaldehyd in Aether oder Be^nimmt Natrium 6 ohne Wasserstoffentwickelung unter Bildung einer Natn 1111Verbindung [C 6 H 6 -CH(0-Na)] 2 auf, welche bei der Zersetzung mit Wass eHydrobenzoin [C 8 H 6 -CH(OH)-] 2 liefert. Durch Einleiten von Chlor 1&Benzaldehyd in Benzoylchlorid C 0 H 6 -CO-C1 (S. 545) verwandelt 7 .

Das Hydrobenzamid 8 (CjHj.CH^Nj (vgl. S. 470), welches durch Einw»' kun jvon Ammoniak auf Benzaldehyd entsteht, bildet rhombische Octaeder, schmi' zt110° und löst sich leicht in Alkohol und Aether, nicht in Wasser. Schon " . ikalte Mineralsäuren wird es wieder in Benzaldehyd und Ammoniak zerlegt. Re" 11man es in kalter alkoholischer Lösung mit Natriumamalgam, so erhält man neDibenzylamin wenig Benzylamin:

>CH.C 6 H 5 + 6H = C 8 H 6 -CH 8 -NH-CH a .C 6 H ä + C 6 H ä -CH 3 -NBrCH 5 .CHISKDurch Erhitzen für sich, sowie auch durch andere Einflüsse, geht Hydrobenzamid mrivate des Glyoxalins (s. dort) Amarin und Lophin über. Leitet man ChlorW aSstoffgas über eine Benzollösung von Hydrobenzamid, die mit der für 2 Mol. berecb neMenge möglichst wasserfreien Alkohols versetzt ist, so entsteht nach der Gleich u 8

(C 6 H 5 -CH:N) 2 CH.C 6 H 5 + 2C 2 H 5 -OH + 2 HCl

= 2C 6 H 5 -CH:NH.HC1+ (C 2 H 5 -0). 2 CH-C 6 H 5 (

neben Benzylidendiäthyläther das Beiizylidenimidchlorhydrat 9 , welches bei 1unter schwachem Blasenwerfen schmilzt, durch Wasser momentan in BenzaIde B ;und Salmiak, durch Alkali unter Bildung von Hydrobenzamid zersetzt wird.

Weitere stickstoffhaltige Derivate des Benzaldehyds vgl. S. 500 ff- .

Von den stickstofffreien Derivaten des Benzaldehyds seien noch die acet

artigen Verbindungen mit mehrwerthigen Alkoholen erwähnt,

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Wichtigkeit für die Erkennung der mehrwerthigen Alkohole schon Bd. I, Shervorgehoben wurde 10 . Auffällig ist, dass die Zusammensetzung der aus isoine 1 '

1 Haase, Ber. 26, 1053 (1893). Altschul u. v. Schneider, Ztschr. f. ph)' 81 "Chem. 16, 24 (1895). 2 Kahlbaum, Siedetemp. u. Druck, S. 92.

3 Kopp, Ann. 94, 314 (1855). Mendelfjew, Jb. 1860, 7 Anm.

4 Flückiger, Jb. 1875, 482. 5 E. Erlenmeter jun., Ber. 27, 1959 (l 8 ^ '

6 Chuech, Ann. 128, 295 (1863). Beckmann u. Paul, Ann. 266, 25 (l 89 q '

7 Wühler u. Liebig, Ann. 3, 262 (1832). H. Gautier, Ann. eh. [6] 14, 362 C 188 7 '

8 Laurent, Ann. 21, 130 (1836). Kochleder, Ann. 41, 89 (1842). ^ lC% 'Ann. 102, 368 (1857). Engelhardt, Ann. 110, 77 (1858). Borodine, ebe« da "78. Ekmann, Ann. 112, 151 (1859). Lieke, ebenda, 303. Otto, ebenda, Rau, Ber. 14, 443 (1881). O. Fischer, Ber. 19, 748 (1886). Ann. 241, 329 (1

305-

Lachowicz, Monatsh. 9, 695 (1888).

Busch, Ber. 29, 2137, 2143 (IS

Ausser den daselbst citirten Abhandlungen vgl. noch: E. Fischer, Ber.637 (1893); 27, 1530 ff. (1894). E. Fischer u. Fay, Ber. 28, 1979 (1895).

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