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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1902) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Darstellung der Chinone.

von Di- und Tetra-Chloriden bezw. -Bromiden anzulagern (vgl. S. 4 .Dadurch waren experimentelle Stützen für die Annahme der Zugeh 01 okeit sowohl zu den Ketonen, wie zu den durch Additionsvermögen * ^gezeichneten Derivaten partiell hydrirter Benzolkohlenwasserstoffegebracht (vgl. S. 56- 57). .

Die Frage nach der Constitution der Chinone (vgl. auch S. *steht in engem Zusammenhang mit einer Anzahl anderer StructurfraS 61 'die theilweise schon berührt, theilweise erst an späteren Stellen zusprechen sind; vgl. Nitrosoderivate der Amine S. 212, AmidoazokörpS. 261262, Oxyazokörper S. 401402, Nitrosophenole S.456, Farbsto» eder Triphenylmethangruppe etc.

Nimmt man die Diketonformeln als richtig an, so müsste mBconsequenter Weise die Chinone in der Gruppe der hydroaromatiscli eVerbindungen beschreiben; doch sei von dieser Folgerung hier abgesehenda die engen Beziehungen der Chinone zu den Hydrochinonen u0anderen unzweifelhaftaromatischen" Verbindungen aus didaktisch 6Gründen ihre Besprechung unter den Substitutionsprodukten der Benz°kohlenwasserstoffe wünschenswerth macht.

I. Einfache Parachinone.

Die einfachen Parachinone, welche sich vom Benzol und seineHomologen ableiten, wie Benzochinon C 6 H 4 0 2 , Toluchinoii C"s'C 6 H 3 0 2 etc. entstehen mit grösster Leichtigkeit aus vielen P arDiderivaten z. B. Paradiaminen (vgl. S. 233, 238), Paradihydroxylder 1 'vaten (Hydrochinonen, vgl. S. 420), Paraamidosulfosäuren, Paraphe» 0 'sulfosäuren (S. 385), Paraamidophenolen (S. 394) durch Oxydatio»mit Chromsäuregemisch, Eisenchlorid, Braunstein und Schwefelsäure etc-

Zu ihrer Darstellung geht man indess gewöhnlich von den primäre 0 'aromatischen Monaminen Anilin und seinen Homologen aus. " J _Nietzki 1 gezeigt hat, kann man aus diesen Basen durch OxydationChromsäuregemisch in der Kälte die entsprechenden Chinone meist i°sehr befriedigender Ausbeute gewinnen (vgl. S. 171 u. 221); dass hierbe 1auch die zur Amidogruppe paraständigen Methylgruppen eliminirt werde 11können 2 , wurde schon 8. 221 erwähnt. Man führt die Oxydation de*Monamine zu Chinonen in einer Operation aus (vgl. unten), hat aberjedenfalls im Verlauf derselben Zwischenphasen anzunehmen, in welchenmehrere Molecüle des Amins zunächst zu Para-Diderivaten, die dam 1durch weitere Oxydation Chinon liefern, zusammentreten (vgl. Anih 0 'schwarz, S. 461462).

Darstellung von Chinon aus Anilin: Man oxydirt Anilin in der für di eDarstellung von Hydrochinon S. 421 angegebenen Weise. Nach dem zweiten Zusatz

1 Ber. 10, 1934 (1877); 19, 1467 (1886). Ann. 215, 125 (1882). Vgl. auchJLadenbukg, Ber. 10, 1128 Anm. (1877). Vgl. ferner Schotter, Ber. 20, 2282 (1887>

2 Nölting u. Baümann, Ber. 18, 1150 (1885).