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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1902) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Kohlenoxydkalinm.

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nur wenig in Alkohol, Aetlier und Benzol; die Lösungen nehmen äder Luft schnell rothviolette Farbe an. Silbernitrat wird schon in " eKälte augenblicklich reducirt. Von concentrirter Salpetersäure wird -zu Trichinoyl, durch den Luftsauerstoff bei Gegenwart von SodaTetraoxychinon oxydirt, beim Eindampfen mit verdünntem Kahflacher Schale geht es in krokonsaures Kalium (vgl. S. 35) über. ^ urC iKochen mit Essigsäureanhydrid in Gegenwart von Natriumacetat v nt oes in das Hexaacetylderivat 1 C 0 (O-CO-CH 3 ) e Schmelzpunkt 203 verwandelt. Besonders wichtig ist die Entdeckung von Nie? 2u. Benckisee, dass das Hexaoxybenzol identisch ist mit einer Su»'stanz, welche schon früher Lebch 2 durch Zersetzung des sogenanntKohlenoxydkaliums" 3 mit verdünnter Salzsäure bei Luftabschlußerhalten hatte. Das Kohlenoxydkalium, welches durch Einwirkung v0trockenem Kohlenoxydgas auf geschmolzenes Kalium entsteht, ist den 1 'nach nichts anderes als das Kaliumsalz des Hexaoxybenzols; bei sein 6Bildung erfolgt die Synthese eines Benzolkerns aus sechs vorher isolir* eKohlenstoffatomen (vgl. S. 80). Diese interessante Substanz stellt e lDgraue krystallinische Masse dar, ist frisch bereitet durchaus un-gefährlich, nimmt aber beim Liegen an der Luft unter noch nicht nän eerkannten Bedingungen höchst explosive Eigenschaften an; sie ist dewesentlichste Bestandtheil derschwarzen Masse", welche früher t>eder Darstellung des metallischen Kaliums als Nebenprodukt auftrat u nunter Umständen zu heftigen Explosionen Anlass gab, während i nrBildung jetzt gänzlich vermieden werden kann.

Sechsundzwanzigstes Kapitel.Phenole mit ungesättigten Seitenketten.

Unter den Phenolen, welche sich von Benzolkohlenwasserstoffen m 1ungesättigter Seitenkette ableiten, beanspruchen einige ein besonderesInteresse, weil sie im Pflanzenreich natürlich gebildet vorkommen oderzu pflanzlichen Produkten in naher constitutioneller Beziehung stehen(vgl. S. 111). In den ätherischen Oelen begegnet man häufig Phenole»oder Phenoläthern, deren Molecül die ungesättigte Gruppe C 3 H 6 in denBenzolkern eingefügt enthält; zum Stammkohlenwasserstoff haben dieseVerbindungen demnach eines der beiden Propenylbenzene (vgl. S. 112):

I. C 6 H äCH 2CH=CH 2 oder II. C 6 H 5OHi^CHCH 3 .

24. 2

L Vgl. auch Maqüennb, Bull. 48, 64 (1887).' Ann. 124, 20 (1862).

! Gmelin, Pogg. 4, 35 (1825). Liebig, Ann. 11,(1837;. Bbodib, Ann. 113, 358 (1860).

182 (1834). Heller, Ann-